Kein Chaos in Altena – Baustellenverkehr läuft gut

Baustelle Lüdenscheider Straße: für die Autos aus der Rahmede könnte die Grünphase länger sein.

ALTENA – Chaos pur? So kommt es manchem Autofahrer vor, wenn er vor den Baustellenampeln warten muss. Rainer Hoffmann sieht‘s ganz anders: Auf der Lüdenscheider Straße laufe es „gut“ mit dem Verkehr, an der Lenneuferpromenade sogar „sehr gut". Allenfalls kleinere Verbesserungen seien bei den Regelungen an den beiden großen Baustellen noch möglich, meint der städtische Verkehrsexperte.

Das betrifft vor allem die Lüdenscheider Straße, wo Straßen NRW mit der Sanierung begonnen hat. Auf der Bundesstraße hielten sich die Staus in beiden Richtungen im vertretbaren Rahmen, schwierig sei der „Abfluss“ des aus der Rahmede kommenden Verkehrs. Rückstaus bis zum Discounter-Markt hat Hoffmann beobachtet und will deshalb heute mit der Bauleitung darüber sprechen, ob dort die Grünphase etwas länger werden kann.

„Dann hat irgendwer was falsch gemacht“ – nur so kann sich Hoffmann die ein oder andere prekäre Situation am anderen Lenneufer erklären. Am Montag gegen 18 Uhr ging dort plötzlich gar nichts mehr: Zig Autos standen sich in der Baustelle für die Verlängerung der Promenade gegenüber. Nur mit Mühe und Geduld gelang es Polizeibeamten, die Situation wieder zu entwirren.

Zwei Gründe sieht Hoffmann für solche Situationen. Da wären zum einen Rotlicht-Verstöße – wer die Ampelsignale missachte, müsse sich nicht wundern, wenn ihm Fahrzeuge entgegen kämen. Zum anderen gerate der Verkehr gelegentlich auch dann ins Stocken, wenn einer der Parkplätze im Baustellenbereich allzu umständlich angefahren werde. Hoffmann rät für solche Fälle, erst so weit an den Rand zu fahren, dass der nachfolgende Verkehr noch passieren kann und das eigentliche Parkmanöver dann in die so genannte „Räumzeit“ (in der beide Ampeln Rot zeigen) zu verlegen.

Nicht ganz unproblematisch ist die Situation für die Feuerwehr. Am Montag standen sich in der Baustelle die Drehleiter auf dem Weg zum Einsatz und ein Linienbus gegenüber – ein Kuddelmuddel, das nur schwer wieder aufzulösen war. Weil zumindest für den Rettungsdienst zwangsläufig jede Einsatzfahrt durch eine der Baustellen führt, hat Udo Winter sich die Situation gestern vor Ort angesehen und mit dem zuständigen Polier vereinbart, dass die Bauarbeiter nach Möglichkeit den Verkehr regeln, wenn ein Einsatzfahrzeug naht.

Zusätzlich denkt der Leiter der Feuer- und Rettungswache darüber nach, seine Einsatzfahrzeuge im Ernstfall auch durch die Lennestraße zu schicken. Für die macht Ellen Junkereit, die Inhaberin des Pomona-Naturkostlädchens, übrigens einen noch weitergehenden Vorschlag. In ihren Augen wäre es vernünftig, die Fußgängerzone und deren Verlängerung während der Bauarbeiten komplett für den Verkehr freizugegeben. „Eine Lennestraße, durch die wieder Verkehr fließt, erinnert an die guten, alten Zeiten, wo die Altenaer noch stolz auf sich und ihre Stadt waren“, meint sie. ▪ ben.

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