Innenstadt fast flächendeckend versorgt

Kein Ausfall dank Freifunk: WLAN-Netzwerk fängt Internet-Ausfall auf

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Unter map.freifunk-mk.de sind die Freifunk-Stellen in Altena eingetragen. Besonders die Lennestraße ist gut vernetzt.

Altena - Viele Kunden eines Internetanbieters mussten am Dienstag unfreiwillig offline bleiben. Der Ausfall war nicht nur etwa in Dortmund und anderen Großstädten, sondern auch in der Burgstadt zu spüren, wie Christian Berndt der Redaktion mitteilte. Gemeinsam mit anderen Altenaern kümmert er sich um das Freifunk Netzwerk, das auch Dienstag den Ausfall des Internetanbieters größtenteils kompensieren konnte.

Seit der ersten Stunde dabei ist Bernd Kern, Vorsitzender des Motorsportclubs (MSC) Altena. „Um Mal eben eine Whatsapp-Nachricht oder E-Mail zu verschicken, ist das freie WLAN praktisch. Auch Youtube-Videos sind kein Problem“, sagt er. Die Innenstadt sei bereits fast flächendeckend versorgt.

Von dem Ausfall selber habe er nichts mitbekommen, dass das Freifunk Netzwerk in diesem Fall weiter funktioniert ist ihm jedoch bekannt. „Das passiert etwa zwei bis drei Mal im Jahr“, sagt er. Dadurch, dass besonders in der Innenstadt mehrere verschiedene Internet-Anbieter genutzt würden, könne ein Ausfall leicht überbrückt werden.

Und so funktioniert das Netz: Wer sich beteiligen möchte, kann von seiner eigenen Bandbreite etwas abgeben und einen Freifunk-Router mit seinem eigenen Internet-Router verbinden. Mit diesem können sich dann wiederum andere Freifunk-Router verbinden und die Bandbreite mit nutzen und die Reichweite vergrößern. Fällt nun beispielsweise zwischen einem Unitymedia- und einem Telekom-Router ein Vodafone-Gerät aus, können sich die Freifunk-Router mit denen der anderen Anbieter verbinden und so das WLAN-Netzwerk aufrecht erhalten.

Ein Problem gebe es allerdings in Ortsteilen, in denen lediglich ein Internetanbieter zu finden ist. „Wenn der ausfällt, kann das nicht überbrückt werden“, sagt Bernd Kern. Durch einen gesponserten Router eines anderen Anbieters sei jedoch auch hier eine Versorgung möglich.

Dass Freifunk-Anbieter auch mal die Kosten für einen Router übernehmen und Unternehmen hier und da etwas sponsern, sei durchaus wichtig, wie Kern erklärt: „Die Server müssen ja auch bezahlt werden. Für Altena kostet das im Jahr etwa 1000 Euro, die wir zusammentragen müssen. Bisher hat das aber immer funktioniert“, zeigt er sich zuversichtlich.

www.freifunk-altena.de

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