Vermarktung wird intensiver

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Dieser Komplex am Paulusweg ist zu haben: Kaufpreis 295000 Euro. ▪

ALTENA ▪ Mit einem spezialisierten Immobilienmakler geht die Kirchengemeinde St. Matthäus jetzt intensiver an die Vermarktung der ehemaligen Kirche St. Paulus, des dazugehörenden Pfarrhauses und des Gemeindesaales am Paulusweg.

Auf mittlere Sicht, sagte gestern Pfarrer Ulrich Schmalenbach dazu, führe an einem Verkauf kein Weg vorbei. Insbesondere das ehemalige Gotteshaus und das daran angebaute einstige Pfarrhaus bedeutenden eine Belastung für die Gemeindekasse. Seitens des Bistums gebe es hier keine Unterstützung, so der Geistliche weiter. Die Beschreibung des „Objektes 691“, als solches führt es der Makler, liest sich durchaus interessant: Sechs Kilometer entfernung zur Autobahn-Anschlussstelle, Hauptkomplex aus – mittlerweiler entweihter – Saalkirche mit Pfarrhaus (um 1920) und einen Steinwurf weit entfernt der ehemalige Gemeindesaal, erbaut 1948.

Platz ist reichlich vorhanden: Das gesamte Grundstück bringt es auf 6700 Quadratmeter. Das Pfarrgebäude selbst ist dreigeschossig und bietet 230 Quadratmeter Wohnfläche. Die Kirche verfügte über Platz für 140 Gottesdienstbesucher, weist eine offene Dachkonstruktion mit Natursteinboden auf und bleiverglaste Rundbogenfenster. Der ehemalige Gemeindesaal bringt es auf rund 200 Quadratmeter Größe. Auf Basis eines Überlassungsvertrages ist hier der Heimat- und Bürgerverein Rahmede zum Hauptnutzer dieses Teils geworden. Er nutzt die Immobilie seit Mitte 2005 und rechnete bei der Vertragsunterzeichnung mit einem jährlichen Aufwand von 3000 bis 4000 Euro.

Pfarrer Schmalenbach berichtet, dass sich in der Vergangenheit schon mehrfach Interessenten gemeldet hätten für das Anwesen gemeldet hätten. Letztlich seien sie aber wieder abgesprungen. Fachleute haben dem Geistlichen unterdessen versichert, dass das Anwesen ein durchaus interessantes Gesamtpaket darstellt. „Wenn das in Köln stünde, dann wäre es innerhalb von vier Wochen verkauft“, ist sich Schmalenbach sicher. In Altena sei der Immobilienmarkt aber nun einmal wesentlich schwieriger.

Ziel ist es letztlich, innerhalb eines Zeitraums von zwei oder drei Jahren einen neuen Eigentümer zu finden. Ein Abriss könne nur das „allerletzte Mittel“ sein, so Schmalenbach. „Das wollen wir nicht hoffen.“ ▪ tk

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