Würdiger Abschied wieder möglich

Katholische Kirchengemeinde lässt Friedhofskapelle am Breitenhagen sanieren 

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Weihbischof Zimmermann und Pfarrer  Schmalenbach segneten die Kapelle.

Altena - Die Marienkapelle auf dem katholischen Friedhof am Breitenhagen war kein Raum, um würdig Abschied zu nehmen: Die Wände waren feucht, von Schimmel durchzogen und das Gebäude in einem „erbärmlichen Zustand“, wie Kirchenvorstand Dietmar Flusche anmerkte.

Mit einem finanziellen Kraftakt aller Beteiligten und nach einer erfolgreich abgeschlossenen Sanierung wurde die Kapelle am Sonntag durch Pfarrer Ulrich Schmalenbach und den Essener Weihbischof Werner Zimmermann gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Während der Andacht sprach mit Thomas Kaldewey auch der zuständige Architekt aus dem Büro KKW aus Lüdenscheid.

Obwohl sehr lange geplant worden sei („Die ersten Gespräche haben wir bereits im Jahr 2016 geführt“), hätte die Bauphase bereits nach zwölf Wochen abgeschlossen werden können. Ein Dank ging auch an die beteiligten Handwerker, die immer „volle Präsenz“ gezeigt hätten.

Zunächst hatten sich die Experten einen Überblick verschafft und die Bausubstanz überprüft; mit dem Ziel, die schöne und auch schlichte Architektur des Gebäudes in die nächsten Jahrzehnte zu überführen. Dabei wies die Kapelle ähnliche Probleme auf, die auch ein Keller habe. Aus diesem Grund musste das Gebäudeklima verbessert und die Wände getrocknet werden. „Viele Arbeiten, die wir gemacht haben, sind gar nicht unmittelbar sichtbar“, so Kaldewey.

Hierzu gehört ein neu installiertes Lüftungs- und Heizungssystem, das auch die Kirchenbänke einschließt, eine durchgängige Wasserversorgung oder das neu gedeckte Dach. Auch wurden die Dachrinnen so geplant, dass nun kein Laub mehr die Dachrinne verstopfen kann. Im hinteren Bereich ist zudem eine barrierefreie Toilettenanlage hinzugekommen. Auch wenn am Sonntag der Abschluss der Sanierungsarbeiten feierlich begangen wurde, „sind noch ein paar Kleinigkeiten zu tun“, fügte Kaldewey an.

Über die technischen Details hinaus stellte Weihbischof Werner Zimmermann seine Predigt unter das Motto: „Tränen hängen an allen Dingen“. Die Marienkapelle sei nun so hergerichtet, dass sie einer Verabschiedung in eine andere Welt gerecht werde und den Menschen als Ort der Hoffnung und Zuversicht dienen könne. Aus der nicht mehr existierenden Kirche St. Paulus in der Rahmede wurde das Kreuz übernommen. Es hängt nun an der Wand hinter dem Altar.

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