Keine Gräbersegnung

Krippenspiel
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Krippenspiel ade: In allen Kirchen werden die Gottesdienste am Heiligen Abend ganz anders aussehen als in den Vorjahren.

Altena/Nachrodt – Allerheiligen steht an und damit ein wichtiger Feiertag der Katholiken. Sie gedenken jedes Jahr am 1. November ihrer Heiligen und versammeln sich außerdem im Andenken an ihre verstorbenen Vorfahren auf den Friedhöfen. Dabei werden auch die Gräber gesegnet. Aber nicht in diesem Jahr, jedenfalls nicht so wie gewohnt..

Wie Pfarrer Ulrich Schmalenbach berichtete, beschäftigte sich der Pfarrgemeinderat von St. Matthäus am Mittwochabend mit der aktuellen Corona-Lage. Beschlossen wurde dabei, dass es am Sonntag, 1. November, auf den vier zur Pfarrei gehörenden Friedhöfen (Breitenhagen, Rahmede, Evingsen und Nachrodt) kurze Segnungsgottesdienste unter freiem Himmel geben wird, aber keine Segnung einzelner Gräber.

Der Pfarrgemeinderat habe sich bei seiner Videokonferenz auch mit den am Mittwoch veröffentlichten Vorgaben des Bistums beschäftigt. Auch in den drei Kirchen der Gemeinde gilt ab sofort eine strenge Maskenpflicht. Der Mund-Nasenschutz muss während des gesamten Gottesdienstes getragen werden.

Nach wie vor ist die Zahl der Gottesdienstbesucher begrenzt: 50 dürfen in die St. Matthäus-Kirche kommen und je 30 nach St. Theresia (Evingsen) und St. Josef (Nachrodt). 25 dürfen es in den beiden Friedhofskapellen am Breitenhagen und in Nachrodt sein. Es dürfen nur die markierten Sitzplätze eingenommen werden, und alle Gottesdienstbesucher müssen sich registrieren. An Beerdigungen dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen.

„Die Situation ist wirklich beängstigend“, sagte Schmalenbach und bat um Verständnis für die Verschärfung der Regelungen.

Kreis erlaubt keinen Weihnachtsgottesdienst auf der Burg

Besonders kritisch sei die Situation mit Blick auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit: „Keiner weiß, wie sich das bis Weihnachten entwickeln wird.“ Deshalb sei es im Moment auch völlig unmöglich, Christmetten und andere Weihnachtsgottesdienste zu planen. Erste Überlegungen in diese Richtung seien auch schon gescheitert, berichtete Schmalenbach. Der Märkische Kreis gestatte keine Weihnachtsgottesdienste auf der Burg.

Kreispressesprecher Hendrik Klein bestätigte, dass eine entsprechende Anfrage der Altenaer abschlägig beschieden worden sei. „Auch wenn es sich um einen Gottesdienst der katholischen Kirche handelt, liegt die Verkehrssicherungspflicht doch beim Kreis als Eigentümer der Burg“, sagte er. Deshalb müsste auf jeden Fall Kreis-Personal vor Ort sein, wenn an Heiligabend auf dem Burghof ein Gottesdienst gefeiert werden soll. Das sei aber nicht möglich, weil Heiligabend beim Kreis ein arbeitsfreier Tag sei.

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