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Karrierenetzwerk: Verein plant Indoor-Ausbildungsmesse und Online-Angebot

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Die Outdoor-Messe des Karrierenetzwerks wurde 2019 gut besucht. In den Pandemie-Jahren fiel das Angebot zwar ins Wasser, der Verein will nun aber wieder durchstarten.
Die Outdoor-Messe des Karrierenetzwerks wurde 2019 gut besucht. In den Pandemie-Jahren fiel das Angebot zwar ins Wasser, der Verein will nun aber wieder durchstarten. (Archivbild) © Nougrigat

Nach der Schule wollen alle beruflich durchstarten. Deshalb soll das Karrierenetzwerk 2022 trotz Pandemie endlich wieder durchgeführt werden. Es wird auch an einem digitalen Angebot gearbeitet.

VON HILDE GOOR-SCHOTTEN

Altena – Ruhig ist es um das Karrierenetzwerk Lenne geworden, aber es ist immer noch geknüpft. Allerdings hat auch in diesem Fall die Corona-Pandemie ein Loch gerissen. Und eben das soll wieder geschlossen werden. „Wir planen eine Ausbildungsmesse Ende des Jahres und wir wollen digital über die Unternehmen informieren“, berichtet Sandra Poppek, Personalleiterin der Firma Lüling, die sich von Beginn an im Verein engagiert hat: „Das Karrierenetzwerk lebt noch.“

Anfang 2019 hatten Unternehmen, Verwaltung und Schulen aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde den Verein gegründet, um etwas mehr Schwung in den hiesigen Ausbildungsmarkt zu bringen. Das Problem schon damals: Den Unternehmen gehen die Auszubildenden aus, immer weniger junge Leute bewerben sich.

Karrierenetzwerk: Vereint plant Indoor-Ausbildungsmesse

Die Ausbildungsmessen in der Umgebung bleiben den Betrieben aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde oft aus Platzgründen verschlossen, deshalb sollte etwas Eigenes her. Ziel war und ist es, die lokalen Ausbildungsangebote bekannt zu machen und die jungen Leute bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz zu unterstützen.

Als Leader-Projekt von der Europäischen Union gefördert, stellten die Mitglieder im September 2019 eine Outdoor-Messe auf die Beine: Mehr als 40 Aussteller präsentierten sich in der Fußgängerzone, abends gab es ein Bühnenprogramm. Eine trotz kleiner Macken insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, die wiederholt werden sollte. Das hatte der Verein im Anschluss beschlossen – da war von Corona allerdings noch keine Rede.

Ausbildungsmesse: Karrierenetzwerk von Corona gebremst

Die Pandemie erschwerte wie bei vielen Vereinen auch die Arbeit des Karrierenetzwerks Lenne. „Wir hatten immer Kontakt, wenn auch nach außen nicht sichtbar“, berichtet Sandra Poppek. Treffen mussten abgesagt werden, die eigentlich geplante zweite Outdoor-Messe fiel und fällt ins Wasser.

„Es war nicht machbar, so kurzfristig bei den sich ständig ändernden Regelungen zu planen“, erklärt Sandra Poppek. So seien beispielsweise Mindestabstände im Freien nicht zu kontrollieren. Das Interesse der Firmen sei aber sehr groß, weil die Nachwuchsrekrutierung in der Corona-Zeit noch einmal schwieriger geworden ist. Das Karrierenetzwerk plant jetzt in Richtung Weihnachtszeit eine Indoor-Messe im Lennestein.

Karrierenetzwerk: Vereint plant Online-Angebot

Zusätzlich ist ein digitales Angebot in Vorbereitung. 2019 sollten der zwanglosen Freiluft-Messe Bustouren in die Unternehmen folgen. Das scheiterte: Es meldeten sich kaum Jugendliche an. Zu kompliziert, zu zeitaufwendig, zu viel Eigeninitiative gefordert? Die Mitglieder des Karrierenetzwerkes wissen nicht genau, woran die fehlende Beteiligung lag. Sie wollen die jungen Leute jetzt digital in die Betriebe bringen. Auf einer Karte sollen die Unternehmen eingetragen werden. Klickt man auf den Hotspot, wird man mit den passenden Infos versorgt. „Das kann auch in den Schulen integriert werden“, nennt Sandra Poppek einen entscheidenden Vorteil.

Gezeigt hat sich, dass Schüler auch bei der digitalen Berufsinformation Anleitung und Unterstützung brauchen. Klar sei: „Wir dürfen nicht noch einen Schülerjahrgang verlieren.“

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