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Karnevalsfeiern fallen Corona zum Opfer: Organisatoren bieten Alternativen an

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Von: Ines Engelmann

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Leuchtende Kinderaugen: Karneval ist ein Fest für Jung und Alt. Doch die Pandemie bremst das bunte Treiben auch in diesem Jahr aus. Einige Veranstalter bemühen sich, kleine Alternativen anzubieten.
Leuchtende Kinderaugen: Karneval ist ein Fest für Jung und Alt. Doch die Pandemie bremst das bunte Treiben auch in diesem Jahr aus. Einige Veranstalter bemühen sich, kleine Alternativen anzubieten. © Susanne Fischer-Bolz

Die Pandemie hat alles fest im Griff. Auch kurz vor Karneval sind noch viele Organisatoren vorsichtig. Große Feiern wird es in Altena und Nachrodt auch in diesem Jahr nicht geben.

Altena/Nachrodt – „Helau!“ oder doch lieber „Alaaf!“ Oder „Hitte Mäh!“? Das dürfte für die meisten Altenaer und Nachrodter keine große Rolle mehr spielen. Schon lang sind die Zeiten von Karnevalsfeiern und -umzügen in der Region vorbei. Dennoch lebt die fünfte Jahreszeit in so manchem Bürger noch immer weiter. Auch in diesem Jahr gibt es trotz Corona kleine närrische Zusammenkünfte.

StadtAltena
KreisMärkischer Kreis
Einwohner16.527 (31. Dez. 2020)

Karnevalsfeiern fallen Corona zum Opfer: So macht´s die Awo Altena-Nettenscheid

Weiberfastnacht war für die Awo Altena-Nettenscheid immer ein Höhepunkt im Vereinsleben. Bunte Zusammenkünfte und die Prämierung von Kostümen stellten im Bürgerzentrum Nettenscheid stets echte Highlights dar. Doch die Pandemie bremst die Verantwortlichen um die Vorsitzende Irene Rathmann aus. „Bisher haben wir nichts geplant“, sagt Rathmann auf Nachfrage.

Bis vor kurzem galt noch die Corona-Beschränkung, nach der sich maximal zehn geimpfte Personen im privaten Raum treffen durften. Rathmann: „Aber mit nur zehn Leuten macht das doch keinen Spaß. Wir sind im Durchschnitt immer um die 25 Leute und wir können doch nicht einfach Menschen aussortieren.“

Die Vorsitzende findet es zwar schade, dass der Karnevalsnachmittag der Awo im zweiten Jahr in Folge ausfällt, ist sich aber gleichzeitig bewusst, dass die meisten Gäste in hohem Alter sind und für sie somit ein erhöhtes Risiko besteht. „Natürlich würden sich viele freuen, wenn wir uns wenigstens zum Quatschen wiedersehen würden, aber auf Abstand an Tischen käme auch keine Karnevalsstimmung auf“, sagt Rathmann.

Gemeinschaftsgrundschule Altena: Keine große Feier, aber Kostüme gern gesehen

In der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Altena wird die fünfte Jahreszeit normalerweise ebenfalls kräftig gefeiert. Doch schon im vergangenen Jahr wurde Karneval in der Schule hinten angestellt, weil Schüler viel zu viel Unterrichtsstoff aufgrund von Corona verpasst hatten. Auch in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen um Schulleiter Wolfgang Wilbers gegen eine große Feier am 25. Februar entschieden.

Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch: „Die Kinder dürfen gerne verkleidet zur Schule kommen“, schreibt Wilbers in einer Bekanntmachung. Der Schulleiter bittet jedoch darum, auf Spielzeugwaffen zu verzichten.

Der Unterricht endet für alle Klassen der GGS am 25. Februar bereits nach der vierten Stunde. Kinder der Ganztagsbetreuung werden „selbstverständlich“ bis 16 Uhr betreut. Auch die Betreuung von 8 bis 13 Uhr findet statt. Freuen dürften sich die Schüler auch über den beweglichen Ferientag am Montag, 28. Februar.

DRK-Ortsverein Altena-Nachrodt: An Weiberfastnacht bleibt es still

Auch die Weiberfastnachtsveranstaltung der DRK-Ortsgruppe Altena-Nachrodt wird in diesem Jahr wohl nicht stattfinden, wie Rotkreuzleiter Alexander Fischer sagt. Ein Problem sei, dass es sich finanziell schon vor Corona nicht mehr gelohnt habe. Fischer: „Die Pandemie macht zudem noch mehr Planungen notwendig. Von uns hat – soweit ich weiß – niemand etwas geplant.“

KfD-Frauen aus Nachrodt: Die Vernunft ist größer als die Feier-Laune

2020 feierten die Nachrodter KfD-Frauen noch kurz vor Pandemiebeginn unbeschwert im katholischen Vereinsheim Weiberfastnacht. KfD-Chefin Christina Westerwell freute sich damals vor allem über den Rekord bei der Teilnehmerzahl. An der Feier nahmen damals auch Mitglieder der KfD St. Matthäus aus Altena teil.

Im vergangenen Jahr fiel die beliebte Veranstaltung dann aber der Pandemie zum Opfer. Und auch in diesem Jahr wollen die Vorsitzenden kein Risiko eingehen. Westerwell: „Wir sind der Meinung, dass wir trotz Corona-Lockerungen weiter vorsichtig sein sollten. Wir wollen nicht über die Stränge schlagen, damit wir in der Pandemie nicht wieder einen Schritt rückwärts laufen.“

Zudem fordere die Feier in der Regel monatelange Planungen. Durch Corona sei dies im Voraus aber nicht soweit planbar gewesen. „Wir müssen mit den Planungen eigentlich im September oder Oktober beginnen, denn so ein Riesenevent braucht viel Vorlauf. Es müssen Sketche geübt und Requisiten organisiert werden“, erklärt Westerwell die Problematik einer spontanen Feier.

Jugendzentrum Nachrodter Kurve: Alternative zur Karnevalsparty

Dass vor allem Kinderaugen an Karneval besonders hell leuchten, wird auch im Jugendzentrum Nachrodter Kurve jedes Jahr aufs Neue deutlich. Jugendreferentin Wibke Kramer will aufgrund der Pandemie dennoch kein Risiko eingehen und betont: „Auch, wenn es uns jedes Jahr sehr viel Spaß macht, wird es in diesem Jahr keine große Karnevals-Party geben.“ Als kleine Alternative plant das Jugendzentrum an Rosenmontag aber eine Karnevalsaktion, bei der Glitzertattoos, Musik und Snacks im Vordergrund stehen. Maximal 15 Kinder können sich anmelden. Noch gibt es freie Plätze. Wer an der Karnevalsaktion im Jugendzentrum teilnehmen möchte, meldet sich bei Wibke Kramer unter 0 23 52 / 3 16 77 oder unter 01 51 / 74 41 10 43.

Bereits 2021 wurden wegen Corona alle Karnevals-Veranstaltungen in der Burgstadt abgesagt.

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