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Kaputtes Frei- und Hallenbad: Vor 2026 kein Schwimmen in Altena möglich

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Von: Thomas Bender

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Es wächst Gras über das vom Hochwasser schwer getroffene Frei- und Hallenbad – aber nicht mehr lange: Bei einem Workshop sammelten die regelmäßigen Nutzer Ideen, die jetzt in eine Machbarkeitsstudie einfließen sollen.
Es wächst Gras über das vom Hochwasser schwer getroffene Frei- und Hallenbad – aber nicht mehr lange: Bei einem Workshop sammelten die regelmäßigen Nutzer Ideen, die jetzt in eine Machbarkeitsstudie einfließen sollen. © von der Beck, Peter

Lange gesucht, endlich gefunden: In der vergangenen Woche vergab der Bäderbetrieb einen Auftrag an das Schweinfurter Ingenieurbüro Orf+Vizl. Es soll in einer Machbarkeitsstudie darlegen, wie es mit dem Dahler Bad weitergehen kann.

Eine solche Untersuchung ist zwingende Voraussetzung dafür, dass das Land die Kosten für den Wiederaufbau beziehungsweise Neubau des durch das Hochwasser schwer beschädigten Frei- und Hallenbades übernimmt. Der Bäderbetrieb hatte lange nach geeigneten Fachleuten gesucht.

Den ersten Akt hat Firmen-Mitinhaber Thomas Vizl schon hinter sich: Er nahm am Samstag an einem Workshop teil, zu dem der Bäderbetrieb neben den wassersporttreibenden Vereinen auch Schulen, den Förderverein des Bades, den Stadtsportverband und die Polizei (die ebenfalls Trainingszeiten im Bad hat) eingeladen hatte. Mit dabei waren auch die Schwimmmeister und andere Mitarbeitende.

Wünsche und Anregungen sind formuliert

Aufgabe dieser Runde war es, ihre Wünsche und Anforderungen an das Bad zu formulieren. Mehr als 60 Punkte hatte Vizl am Ende protokolliert – die Liste reichte von mehr Bahnen im Hallenbad über breitere Türen und bis hin zu einer Treppe in das Becken des Hallenbades – letzteres ein Punkt, der zeigt, wie schwierig es ist, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen: Für Kinder, die schwimmen lernen, und Senioren wäre ein solche Treppe Gold wert, den Schwimmsportlern wäre sie im Weg. „Es ist allen Beteiligten klar, dass wir am Ende Kompromisse machen müssen“, sagte ein Teilnehmer nach der gut vierstündigen Sitzung.

Und wann kann man in Dahle endlich wieder schwimmen gehen? Katrin Brenner, als Stadtwerke-Geschäftsführerin auch für den Bäderbetrieb zuständig, bremste nach Informationen unserer Zeitung übertriebene Erwartungen der Teilnehmer mit Hinweis auf einen eklatanten Mangel an Anbietern und Baustoffen: Eine Wiederaufnahme des Badebetriebs vor 2025 sei deshalb unrealistisch.

Nächstes Treffen im Januar

Auch über das weitere Vorgehen verständigten sich die Teilnehmer der Runde. Sie werden sich im Januar ein weiteres Mal treffen und über die Machbarkeitsstudie sprechen, die bis dahin vorliegen soll. Anschließend geht die Sache in die Politik. Zuständig ist zunächst der Betriebsausschuss, der für alle Eigenbetriebe der Stadt und damit auch für den Bäderbetrieb verantwortlich ist.

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