K-Frage in der Union geklärt

 Kanzlerkandidat Laschet: Geteilte Reaktionen an der Basis

CDU-Bundesvorstand will Laschet als Kanzlerkandidaten
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NRWs Ministerpräsident Armin Laschet hat sich durchgesetzt - und geht als Kanzlerkandidat für die Union ins Rennen.

Die K-Frage in der Union ist geklärt: Armin Laschet tritt als Kanzlerkandidat an. Doch selbst an der Basis in NRW gibt es nicht nur Jubel. Ein Stimmungsbild aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde.

„Ich bin glücklich.“ Kurz und knapp kommentierte Altenas ehemalige stellvertretende Bürgermeisterin Ingeborg Becker
die Entscheidung für Armin Laschet. „Ich hätte nicht gedacht, dass er eine solche Kämpfernatur ist. Ich an seiner Stelle hätte die Brocken längst hingeschmissen“, sagte sie angesichts des Hickhacks der letzten Tage.

Ingeborg Becker,  Altenas ehemalige stellvertretende CDU-Bürgermeisterin 

„Ich halte Laschet für die deutlich bessere Lösung“, sagt der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Scholz aus Altena. Als Ministerpräsident habe er bewiesen, dass er mit knappen Mehrheiten geräuschlos arbeiten könne. Er sei Teamplayer und damit das genaue Gegenteil von Markus Söder, den Scholz als „Selbstdarsteller“ bezeichnet.

„Armin Laschet kann Kanzler“

„Der CDU-Bundesvorstand ist das für diese Entscheidung legitimierte Gremium“, stellt der Altenaer CDU-Ratsherr Thomas Steinigeweg klar. Die Diskussionen der letzten Wochen haben ihn gestört. „Das haben die Grünen eleganter hinbekommen.“ Laschet sei auf jeden Fall besser als Söder, auch wenn er selbst Friedrich Merz bevorzugt hätte, der nun für den HSK bei der Bundestagswahl antritt.

Michael Schlieck, CDU-Ratsherr aus Nachrodt

„Ich bin froh, dass sich Armin Laschet durchgesetzt hat“, sagt der Nachrodter CDU-Ratsherr Michael Schlieck. „Ich war zwar nicht dafür, dass er Parteivorsitzender wurde, aber Armin Laschet kann Kanzler. Markus Söder ist mir nicht gradlinig genug. Die Debatte war nicht gut für die CDU. Alles muss sich jetzt schnell beruhigen.“

CDU-Kreistagsabgeordneter Herbel für Söder

„Ich hätte mir gut Markus Söder vorstellen können“, sagt der CDU-Kreistagsabgeordnete Stefan Herbel aus Nachrodt. „Jetzt hängt viel davon ab, ob Armin Laschet die Wähler überzeugen kann und die Mitglieder der CDU, die sich Söder gewünscht haben. Ich hoffe, dass wir einen geschlossenen Wahlkampf hinkriegen.“

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