Benjamin Freitag und Fred Hochstein holen Deutsche Meistertitel

Kaninchen-Bundessieger aus Altena

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Deutscher Meister mit der Rasse Satin Feh: Benjamin Freitags Zuchterfolge sind auch im Herdbuch als die besten eingetragen worden.

Altena - Benjamin Freitag und Fred Hochstein sind mit zwei Deutschen Meistertiteln von der Bundeskaninchenschau aus Leipzig zurückgekehrt. Die Stammbäume der Altenaer Züchter vom Rassekaninchenzüchterverein W9 haben durchweg beste Kritiken bekommen in der Messehalle. Dort tummelten sich am Samstag und Sonntag (16. und 17. Dezember)  26.402 Tiere aus dem gesamten Bundesgebiet.

„Eine wunderschöne Schau!“ resümierte W9-Vorsitzender Benjamin Freitag, der mit seinen Satin Feh-Kaninchen den Bundessieg in der allgemeinen Abteilung und in der Herdbuch-Zucht geholt hat. Acht miteinander verwandte Tiere wurden auf Maße, Gewichte und Stammbaum geprüft und als Jahrgangsbeste bewertet. Fred Hochstein war mit der Rasse Satin Thüringer angereist, eine der Häsinnen wurde mit 97 Punkten als bestes Tier der Rasse bewertet - bei riesiger Konkurrenz in diesem Teilnehmerfeld. Insbesondere Satinkaninchen haben es auf dem Preisrichtertisch nicht leicht: Ihr Fell zeichnet sich durch einen seidigen Glanz aus, der gute Lichtverhältnisse braucht, um auf ganzer Linie beeindrucken zu können.

Beeindruckend

„Je nach Tageszeit sehen diese Rassen immer ganz anders aus“, erklärt Benjamin Freitag lachend. Grade diese Herausforderung reizt die Altenaer Züchter aber. Weil die von ihnen in mühevoller Arbeit herangezüchteten Blutlinien mittlerweile sehr begehrt sind, waren Tiere aus Altenaer auch an der Tierverkaufsstelle in der Messe begehrt: Mit den Siegertieren wird künftig unter anderem in Schleswig-Holstein und in Sachsen-Anhalt weitergezüchtet und in die Altenaer Ställe ziehen in Zukunft auch neue Bundesländer ein: Züchter Tristan Sonneborn hat sich als nächstes Projekt Mecklenburger Schecken ausgesucht, mit denen der W9 demnächst punkten möchte.

Tristan Sonnenborn züchtet mit Mecklenburger Schecken weiter.

Für 2018 sind die ersten Schaumeldebögen bereits wieder ausgefüllt: Im Januar geht es zur Landesschau in Hamm, wo der W9 wieder vertreten sein wird und im November werden sich die Tiere und Züchter sogar internationaler Konkurrenz stellen: Dann steht die Europaschau in Dänemark auf dem Programm. „Ja, man kommt viel rum mit diesem Hobby!“, erklären Benjamin Freitag und Fred Hochstein und vergessen an dieser Stelle nicht zu erwähnen, dass ihr Hobby ohne familiären Rückhalt in diesem Umfang kaum ausführbar wäre.

„Wenn wir mit 20 Tieren unterwegs sind, dann sind ja noch jede Menge daheim im Stall, die nach Futter, Heu, Stroh, Wasser, Ausmisten und Bespaßung verlangen. Das geht nicht, wenn man Zuhause kein Umfeld hat, das dieses Hobby mitträgt und unseren Familien gilt dafür natürlich auch ein großer Dank dafür.“ Am weitesten angereist war am Wochenende übrigens ein Züchter aus den USA, der sich am Montag mit 27 Tieren wieder auf den Heimweg machte.

International

 „Es war viel internationales Publikum vertreten in Leipzig“, schildert Benjamin Freitag. Auch aus Polen und Russland waren viele Gäste vertreten. „Deutsche Tiere sind unheimlich beliebt, auch die großen Rassen sind in diesem Jahr wieder total gefragt gewesen. Und was auffällig ist, ist der Trend zu bunten Rassen. Mehrfarbige Schecken gelten wieder als Hingucker. Diese Entwicklung finde ich super. Uns hat sie erst grade wieder zwei neue Züchter zugespielt!“

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