Mit der Kamera auf der Suche (nicht nur) nach Feuer

ALTENA ▪ Fast mühelos kann die Feuerwehr jetzt auf die Suche nach heißen Stellen gehen. Die Mannschaft der Wache verfügt jetzt über eine Wärmebildkamera, mit deren Hilfe bei Bränden so genannte Glutnester gefunden werden. „Gerade bei Zimmerbränden leistet eine solche Kamera gute Dienste“, berichtete gestern Wachleiter Udo Winter.

Aber das Einsatzgebiet des tragbaren Infrarot-Sensors ist noch größer: Er ermöglicht es zum Beispiel, unter schwierigen Einsatzbedingungen vermisste Personen – z. B. Bewusstlose – oder Tiere zu suchen.

In Gebäuden kann der Löschwassereinsatz gezielter erfolgen, weil Glutnester hinter Vertäfelungen oder Verschalungen schnell gefunden werden. Darüber hinaus erlaubt die Kamera eine schnelle Ortung von Gefahrgut wie Gasen und Flüssigkeiten sowie Wärmeentwicklungen in Elektroanlagen und landwirtschaftlichen Silos.

Im Zentrum des Kamera-Displays markiert ein grüner Punkt die Messlage des Sensors. Rechts ist außerdem eine Anzeige eingebaut, die die gerade ermittelte Temperatur wiedergibt.

Die Anschaffung einer Wärmebildkamera ist mit rund 9 000 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Die Ausgabe wird für die Burgstadt etwas abgefedert durch einen Zuschuss von 1 000 Euro der Provinzial-Versicherung. Er wurde gestern übergeben von Andreas Opitz und Mathias Gröll. Als Extra legten die beiden Vertreter von „Kraus, Opitz und Partner“ noch einen Gutschein für eine Schulung an der Wärmebildkamera im Brandschutzzentrum Dortmund dazu. ▪ tk

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