Kalle Pohl hat sich für sein Altenaer Publikum einige schöne Sachen überlegt

Visionen von Rentnern mit Spotify-Abo im Hörgerät

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Genussvoll stimmte Kalle Pohl einige humorgespickte Balladen auf dem Akkordeon an. Dazu gab’s jede Menge Anekdoten aus dem Alltag des Rheinländers und seinen Verwandten, Freunden und Nachbarn.

ALTENA -  Kalle Pohl hat nachgedacht: Im Jahr 2060, wenn in Deutschland 40 Millionen Rentner leben werden, kommen auf einen Falschparker drei gelangweilte Ruheständler, die ihn anzeigen möchten. „Aber diese Senioren werden sehr cool gealtert sein!“, ist sich der Comedian aus dem Rheinland sicher. „Sie werden Hörgeräte mit Spotify-Abo besitzen und ihre pürierten Mahlzeiten täglich bei Instagram posten!“

So ein hipper Pensionär möchte Kalle Pohl auch mal werden, teilt er seinem Publikum in der Burg Holtzbrinck mit. Alt fühlt er sich aber noch nicht, weshalb er die frechen Limericks seines Schwagers Franz-Josef als geschmacklose Anspielungen auf das Älterwerden betrachtet. Er liest sie vor und wirft sie verärgert von sich weg. Doch was Franz-Josef verfasst hat, das gefällt den Frauen und Männern im Publikum sehr. Sie lernen noch viele weitere Menschen aus Kalle Pohls Umfeld kennen an diesem launigen Samstagabend. Vetter Hein Spack ist mit Abstand der Berühmteste aus dem familiären Umfeld Kalle Pohls. Seine rotzigen und nicht immer politisch korrekten Kommentare haben bundesweite Bekanntheit erlangt. „Eigentlich ist er eine Seele von Mensch. Von dem kannste alles haben - leider hat er aber nix!“, erklärt Kalle Pohl.

Das Publikum amüsierte sich prächtig am Samstagabend. Das Haus war nahezu ausverkauft.

 Ganz anders verhält sich das bei Tante Mimi, die ihren Reichtum nicht erkennt als mehrfache Witwe: „Sie fragt immer, was ihr vom Leben noch geblieben sei. Ich finde, diverse Lebensversicherungen und Eigentumswohnungen sind gar nicht so wenig!“ Zwischendurch nimmt Kalle Pohl immer wieder das Akkordeon zur Hand. Singt von der Liebe oder der Wursttheke und wenn ihm selbst die Worte ausgehen, bedient er sich der „Handsau“. Das ist eine politische Schweine-Handpuppe, die immer mal wieder mit Kalle Weltgeschehen erläutert. „Sie ist auch eine super Entschuldigung dafür, wenn man durch die Stadt geht und Selbstgespräche führt!“, erklärt der Gast seinem begeisterten Publikum. Die Anekdoten, Geschichten, Lieder und Witze lassen die Zeit im Flug vergehen. „Der darf gerne wiederkommen!“, loben die Humor-Abonnenten des Kulturrings. Auch dessen Chef Wolfgang Noack ist absolut begeistert von dem gelungenen Abend mit vielen Lachern vor fast ausverkauftem Haus.

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