"Gewerbesteuerziel klar verfehlt“

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Stefan Kemper zeigt sich vorsichtig optimistisch.

Altena - Das Gewerbesteueraufkommen lag im vergangenen Jahr mit 6,6 Millionen Euro deutlich unter der Schätzung der Verwaltung, die zur Jahresmitte 2014 noch von 8.8 Millionen Euro ausgegangen war.

Deshalb habe man das Gewerbesteuerziel „klar verfehlt!“, weil im letzten Quartal die Zahlungen stagnierten. Diese ernüchternde Feststellung machte Stadtkämmerer Stefan Kemper am Montag vor dem Rat. Allerdings fügte er auch an, dass alles nicht ganz so schlimm komme werde, wie vermutet. Mittelfristig rechnet Altenas oberster Kassenhüter wieder mit Einnahmen „deutlich über acht Millionen Euro pro Jahr.“ Er sei deshalb durchaus „vorsichtig optimistisch.“

Positiv entwickelt hat sich nach seiner Darstellung die Einkommenssteuer. Wie gut der allgemeine Vertreter von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und sein Team im Rathaus im Stoff stecken, belegt allein die Tatsache, dass der Haushaltsansatz fast auf den Punkt getroffen wurde. Altena konnte eine Steigerung von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbuchen, was in harten Zahlen 7,9 Millionen Euro beträgt.

Für das laufende Jahr erwartet Kemper ein Defizit „von etwa drei Millionen Euro.“

Breiten Raum in einer auf vier Säulen (Wirtschaftliche Lage, Jahresabschluss 2014, Haushalt 2015, Kreditmanagement) stehenden Finanz-Betrachtung nahm der Sektor Kredite ein. Hier konnte Kemper vermelden, dass die Stadt massiv von der Niedrig-Zins-Phase profitiert und weiter dabei ist, Kredite langfristig zu erheblich günstigeren Konditionen umzuschichten. Oftmals müssen dabei nur etwas mehr als ein Prozent Zinsen gezahlt werden. Erfreulicher Nebeneffekt bei dieser Bestandsaufnahme: Die Stadt hat keine Kredite in Schweizer Franken aufgenommen. Deshalb trifft sie auch die verschärfte Geldpolitik der Eidgenossen nicht.

Stefan Kemper abschließend: „Wir haben als Verwaltung unsere Hausaufgaben gemacht.“

Von Johannes Bonnekoh

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