Bauarbeiter und Heizungen trotzen Minusgraden

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Der Abriss der ehemaligen Firma Imra im Rahmedetal geht trotz eisiger Kälte weiter.

Altena - Die Temperaturen waren zuletzt häufig weit unter dem Gefrierpunkt. Auch wenn viele Menschen frieren – das Leben steht dadurch nicht still.

Während die Autofahrer auf der Rahmedestraße die Baustelle der ehemaligen Firma Imra im behaglich warmen Fahrzeug passieren, haben es die Bauarbeiter weniger komfortabel, denn die Abrissarbeiten gehen trotz eisiger Kälte weiter.

„Für uns ist die Kälte erstmal gut“, sagt Marc Bunse, Geschäftsführer der Stadtwerke Altena. Denn je kälter es ist, desto mehr wird auch geheizt und desto mehr Gas kaufen die Kunden. 2016 sei deshalb ein gutes Jahr gewesen, weil es vergleichsweise kalt gewesen sei. Bis Ende November hätten die Stadtwerke rund 7 Prozent mehr Gas verkauft als im Vorjahr – damit sei das vergangene Jahr eines der besten seit 2005.

Nur eine Handvoll Frostschäden

Mit Blick auf die Wasserversorgung seien bislang kaum Probleme zu beklagen. „Schäden wie etwa durch geplatzte Rohre treten vor allem dann auf, wenn es wieder wärmer wird“, erläutert Bunse. Aber auch das halte sich in Grenzen: Mehr als eine Handvoll Frostschäden im Jahr komme selten zusammen. Unbedenklich sei in der Hinsicht das Abwasser: Wenn es aus den Häusern kommt, ist es zum einen warm, zum anderen fließt es im Kanal noch tiefer als das Frischwasser.

Auch Ludwig Drücker vom Sanitär-, Heizungs- und Energie-Fachbetrieb Freissler weiß bislang von keinen größeren Schwierigkeiten durch die Kälte zu berichten. „Die Heizungen machen in der Regel erst bei noch niedrigeren Temperaturen Probleme“, sagt er. Heizungsanlagen müssen in Deutschland bei bis zu minus 12 Grad ordnungsgemäß arbeiten können. „Wenn es noch kälter wird, muss man Abstriche machen und vielleicht einen Pullover mehr anziehen.“

Anfällige Autobatterien

Und dann sind da noch die Autos: Am kälteanfälligsten seien die Batterien, erklärt Christian Grüner von der Kfz-Werkstatt Scherff & Grüner in Dahle. Eine gute Autobatterie trotze zwar fast allen Temperaturen. „Die heutigen Batterien halten aber nur noch fünf bis sechs Jahre“. In der Regel quittierten diese von einem Moment auf den anderen ihren Dienst, eine regelmäßige Überprüfung sei also meist nutzlos.

Ganz anders ist es bei der Kühl- und der Scheibenwaschanlage: Dort sollten schon vor einem Kälteeinbruch passende Frostschutzmittel eingefüllt werden. „Auch Schlösser und Dichtungen sollte man entsprechend präparieren“, sagt Grüner. „Zu uns kommen aber erfreulicherweise immer weniger Menschen mit solchen Problemen.“

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