Tod des neunjährigen Jungen überschattet „Lenne lebt“

Große Anteilnahme am Unglück

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Juristisch wird der Fall umfangreich aufgearbeitet.

Altena - Die Bestürzung im Stadtgebiet über den Tod des tödlich verunfallten Jungen ist nach wie vor groß: Keine Aktion beim "Lenne lebt"-Tag blieb von dem traurigen Vorfall unberührt. Stadtmarketing-Verein und Canu-Verein als kooperierende Gastgeber sagten der betroffenen Familie spontan finanzielle Unterstützung zu.

Juristisch wird der Fall umfangreich aufgearbeitet, wie Polizeipressesprecher Marcel Dilling erklärt. Noch am Samstag selbst machte der 24-jährige Fahrer gegenüber der Polizei Angaben zum Unfallhergang. „Er war vernehmungsfähig und das Fahrzeug wurde zu einem Sicherstellungsplatz gebracht“, so Dilling.

Vier Stunden lang hatten sich die Beamten am Samstag mit der Unfallaufnahme beschäftigt. Wie üblich bei Unfällen mit Todesfolge wurde eng mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet, die nun einen Gutachter eingeschaltet hat, der das Auto umfangreich untersuchen wird. 

Dilling: „Das ist ein übliches Vorgehen. Durch solche Begutachtungen können zum Beispiel technische Mängel und Angaben zur Fahrzeuggeschwindigkeit ermittelt werden. Die Ergebnisse werden in einem Gutachten zusammengefasst und der Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen überreicht.“ 

Gesetzlich ist vorgesehen, dass bei solchen Unfällen grundsätzlich wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. „Das wird unabhängig von einer Schuldfrage so gehandhabt. Die Staatsanwaltschaft erhält den gesamten Vorgang und entscheidet dann, ob es zu einer Anklage kommt oder ob das Verfahren eingestellt wird.“ 

Die Gedanken der „Lenne lebt“-Gastgeber waren am Samstagabend auch beim Fahrer des Unfallfahrzeugs. Er wurde in die Schweigeminute für den Jungen und seine Familie mit einbezogen, ebenso sämtliche Ersthelfer. 

„Wir werden der Familie eine Spende zukommen lassen“, erklärte Alexander Schmitz. Wie der Canu-Verein auch, habe der Stadtmarketingverein zunächst über die Absage der Veranstaltungen zum Festwochenende nachgedacht. „Keinem ist es leicht gefallen, nach diesem Ereignis locker-fröhlich weiter zu machen, aber sämtliche Infrastrukturen waren bereits geschaffen“, so Schmitz.

Besucher füllten spontan die aufgestellten Spendenboxen. Der Canu-Verein gibt zudem seinem kompletten Veranstaltungserlös an die Hinterbliebenen des Kindes. „Das geht, weil die Materialien und Preise für das Pappbootrennen gesponsert sind“, erklärt Vorstandsmitglied Thomas Bender. Mit Startgeldern sind rund 400 Euro zusammengekommen, die zeitnah gespendet werden.

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