Firmung in St. Matthäus:

Junge Leute treffen den Bischof in Altena

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Der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann kommt nach Altena und spendet das Firmsakrament.

Altena  - Sonntag, 6. Oktober, besucht Weihbischof Wilhelm Zimmermann die Burgstadt. Er spendet 24 jungen Christen in St. Matthäus das Sakrament der Firmung. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr.

Welche Bedeutung hat die Firmung?

 Die Firmung wird neben der Taufe und der Erstkommunion als „Initiationssakrament“ bezeichnet. Das bedeutet, dass man mit allen drei Sakramenten immer weiter in die christliche Glaubensgemeinschaft hineingeführt wird. Sie gilt im katholischen Verständnis als Vollendung der Taufe.

 

Wie alt sind Firmlinge?

In der Regel sind die jungen Leute 14 bis 17 Jahre alt. In diesem Alter wissen sie schon sehr viel mehr über ihren Glauben, als rund sechs Jahre zuvor beim Empfang ihrer ersten heiligen Kommunion.

 

Wie wird auf die Firmung vorbereitet?

Auf den Empfang dieses Sakramentes bereiten sich die Jugendlichen meist mehrere Wochen lang mit den Firmkatecheten vor. Das sind neben hauptamtlichen Kräften wie Pfarrer oder Diakon Eltern und ehrenamtliche Gemeindemitglieder. Das war auch in St. Matthäus der Fall.

Ist eine Firmung auch ohne Taufe möglich?

Nein, das geht nicht. Die Taufe ist Voraussetzung für den Empfang dieses Sakramentes. Es gibt aber stets den Weg der Erwachsenentaufe. In den Ostkirchen wird das Sakrament der Firmung unmittelbar nach der Taufe und vor dem Empfang der ersten Kommunion gespendet, was bei der Erwachsenentaufe in der katholischen Kirche ebenfalls üblich ist.

Ist Firmung auch dann sinnvoll, wenn der Jugendliche kaum noch Bezug zur Kirche hat?

 Ein Ja oder Nein gibt es hier nicht. Dafür gibt es die Firmvorbereitung. Anders als bei der Taufe eines Kindes kommt es bei der Firmung auf die persönliche Entscheidung des Jugendlichen und sein Ja zu Gott an. Bei 15- bis 17-Jährigen wird diese Reife schon vorausgesetzt.

 Läuft die Firmung automatisch ab - übernimmt die Einladungen dazu stets die Gemeinde?

 In vielen Gemeinden - so auch St. Matthäus, Altena, wird das Firmmodell nach Jahrgängen praktiziert. So schreibt die Heimatgemeinde mögliche Firmbewerber an und lädt sie zur Firmvorbereitung ein. Die Teilnahme ist dann freiwillig.

Was passiert im Gottesdienst mit dem Firmling?

 Grundsätzlich ist die Firmung in eine heilige Messe eingebettet. Der Bischof legt dem Firmling seine Hand auf und salbt seine Stirn mit Salböl (Chrisam). Das ist ein vom Bischof geweihtes Öl, das aus Olivenöl und Balsamharz hergestellt wird. Diese Salbung ist nach dem Glauben der Katholiken ein Zeichen dafür, dass der Heilige Geist bei dem Firmling ist und der Firmling Kraft von ihm für sein weiteres Leben erhält.

Dürfen auch Priester oder Pastoralreferenten die Firmung durchführen?

Die Spendung dieses Sakramentes ist grundsätzlich dem Bischof oder Weihbischof vorbehalten. Lediglich die Vorsteher von Klöstern, Äbte, dürfen vertretungsweise das Sakrament spenden. Allerdings kann mit einer entsprechenden Vollmacht auch ein normaler Priester die Firmung erteilen. Ein Pastoralreferent darf das aber nicht.

Ist eine kirchliche Heirat auch ohne Empfang der Firmung möglich?

 Ja, das ist möglich. Zuvor sollte es aber ein ausführliches Gespräch mit dem Pfarrer geben, der noch einmal über die Bedeutung der Firmung informiert und auch eine Erwachsenenfirmung anregen kann.

Gibt es auch Geschenke zu diesem Tag des Glaubens?

In manchen Familien wird nach dem Gottesdienstbesuch gefeiert. Es bleibt dabei jedem Einzelnen überlassen, ob es auch Geschenke gibt. Aber das ist eher unüblich.

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