Junge Lämmer im „Kurpark“ von Mühlenrahmede

+
Reinhard Fuchs zieht zwei der Lämmer von Hand auf.

Altena - Gerade mal etwas mehr als einen Monat alt sind die fünf kleinen Lämmer, die am 7. März am Bergheim Mühlenrahmede, Erholungs- und Tagungsstätte der Adventisten, zur Welt kamen.

„Es sind Drillinge und Zwillinge – von zwei Müttern, die am selben Morgen abgelammt haben. Das ist doch schon sehr ungewöhnlich“, weiß Heimleiter Reinhard Fuchs. 

Er hält schon seit drei Jahrzehnten viele Tiere – nicht nur Schafe, sondern auch jede Menge Hühner, Gänse und Kaninchen – auf dem großen Grundstück, das als Erholungsgebiet am Bergheim dient. „Damals waren Tiere hier gar nicht erlaubt“, erinnert sich Fuchs. „Aber ich habe gesagt: ,Wenn ich hier arbeiten soll, dann muss hier Leben hin!‘“ 

Junge Lämmer im "Kurpark" Mühlenrahmede

Seitdem hat er zahlreiche Geburten miterlebt. Reibungslos verlaufen sie bei weitem nicht immer; auch dieses Mal hat es eines der neugeborenen Lämmer nicht geschafft. „Eigentlich waren es zwei Drillinge.“ 

Die fünf Jungtiere gehören jetzt mit zum Haus und erfreuen die vielen Fußgänger, die täglich an dem Gelände entlang spazieren. „Das ist hier sozusagen der Kurpark von Mühlenrahmede“, sagt Fuchs und schmunzelt. 

Fuchs füttert zwei der Tiere von Hand

Zwei der Drillings-Jungtiere benötigen von dem Heimleiter ganz spezielle Unterstützung, denn sie werden von ihrer Schafmutter nicht angenommen. „Das kann einfach passieren – warum das so ist, weiß man nicht.“ Seit ihrer Geburt füttert Fuchs die kleinen Lämmer daher von Hand; mit einem speziellen Lämmer-Futter. 

„Zurzeit mache ich das noch zwei Mal pro Tag. Ich werde es aber jetzt langsam auf einmal täglich reduzieren“, erklärt Fuchs. Denn: Mittlerweile fressen die Tiere auch schon selbstständig Gras. 

Dass sie ihre täglichen Mahlzeiten von Fuchs bekommen, ist den Lämmern durchaus bewusst. Kaum hören sie den Motorroller, mit dem der Heimleiter über das Gelände fährt, laufen die neugierigen Tiere aufgeregt zum Tor – wohl wissend um ihren Futter-Nachschub.

„Das ist schon wirklich süß“, sagt Fuchs. „Die wissen ganz genau Bescheid.“ Schwierigkeiten unter den Tieren gebe es trotz der Zurückweisung seitens der Mutter nicht: „Die beiden haben einen kleinen Rückzugsort in ihrem Stall – dort sind sie ungestört, falls es nötig ist.“ 

Renovierungsarbeiten in den Osterferien

Das Bergheim Mühlenrahmede wird von Gruppen und Besuchern genutzt. „Wir haben hier alles querbeet – Kitas, Mitglieder aus verschiedensten Gemeinden und Familien“, sagt Fuchs. Zuletzt war im April eine Schulklasse aus Solingen vor Ort. 

In den Osterferien bleibt das Bergheim in diesem Jahr allerdings geschlossen: „Wir nutzen die Tage für einige Renovierungsarbeiten. Vor allem im Speisesaal wird gearbeitet.“ 

Ab dem 27. April kommen dann die nächsten Gäste aus Holland und Solingen. Vielleicht können die sich dann bereits an der Wildblumenwiese erfreuen, die Fuchs jedes Jahr auf dem Gelände wachsen lässt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare