61 junge Altenaer suchen noch eine Lehrstelle

ALTENA - Der erste August, der in diesem Jahr auf den gestrigen Sonntag fiel, ist gemeinhin der Tag, an dem junge Leute ihre Ausbildung beginnen. Auch in der Burgstadt starten deshalb Frauen und Männer erst heute ins Berufsleben.

Viele haben sich im Vorfeld von ihrem Wunschberuf verabschiedet, andere so manche zusätzliche „Schulrunde“ gedreht, den Abschluss aufpoliert, um nun doch in den Arbeitsmarkt einzusteigen.

Gleichwohl: Nicht alle, die gerne arbeiten würden, haben auch den begehrten Job. Das bestätigte auf Anfrage Henryk Szefler von der örtlichen Arbeitsagentur. „Zur Zeit gibt es in Altena 61 junge Leute, die gerne in den Beruf starten möchten. Anbieten können wir aber nur 38 offene Lehrstellen“, sagt der Fachmann. Damit kommen auch an der Lenne auf jeden ausgeschriebenen Arbeitsplatz etwa zwei Bewerber. „Das ist aktuell kreisweit so“, sagt Henryk Szefler.

Am günstigsten sieht es noch im Sektor Metall aus. Dort gibt es 29 gemeldete Berufsausbildungsstellen, so heißt das im offiziellen Jargon, aber nur 14 männliche Jugendliche, die sich beworben haben. In der Elektrobranche gibt es gar einen Überhang von sieben Stellen gegenüber nur fünf Bewerbern. Kein Interesse zeigten bisher Abschlussschüler für den Berufszweig Ernährung, wo immerhin sieben Azubi-Plätze frei sind.

Den größten Batzen der unbesetzten Stellen macht nach dem Metall-Sektor der Bereich Waren und Dienstleistungen aus. Hier stehen sechs Bewerber 20 gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber, ist aus der Statistik zu entnehmen, dass weitere 16 Bewerber noch „unversorgt“, also ohne Beschäftigung, sind. Nur drei Personen, die gerne aufs Büro möchten, konnten bisher noch nicht mit der Arbeit beginnen. 15 feste neue Ausbildungsverhältnisse stehen dem gegenüber. Aber Statistik ist Statistik. Und da heißt es weiter: Auch hier gibt es laut Arbeitsagentur aktuell noch zehn Jobsuchende.

Die Agentur für Arbeit rät, vielleicht die auslaufenden Ferien noch einmal intensiv zu nutzen, um sich über seine beruflichen Perspektiven im Klaren zu werden.

Die Berater der Agentur für Arbeit sind dabei gerne behilflich

. ▪ Johannes Bonnekoh

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