BGA-Schüler müssen sich beweisen

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Michael Schneider (2.vl.) und Julia Kruder (3.v.r.) bilden die neue Geschäftsleitung der Schülerfirma „Obst-Büro“. Mit dabei sind die Leiter der einzelnen Abteilungen und die Gesellschafter. ▪

ALTENA ▪ Das Oberstufen-Büro des Burggymnasiums (BGA) hat ab sofort eine Geschäftsführung. In einer Versammlung wählten die 14 Schüler-Gesellschafter Julia Kruder (Klasse 11) und Michael Schneider (Klasse 12), in die erste Reihe der GmbH.

Auch die weiteren Posten in Buchhaltung, Personalabteilung und Marketing wurden vergeben. Über die genaue Verteilung der Kompetenzen und Aufgaben muss allerdings noch gesprochen werden. Hier bestand am Freitag noch ausreichend Diskussionsbedarf.

In der ersten Oktoberwoche wollen die Oberstufenschüler ihr Geschäft – vor allem für Dienstleistungen – im ehemaligen Schreibwarengeschäft Trippe eröffnen. Dort laufen die Renovierungsarbeiten nach Plan. Ein großes Schaufenster bleibt und soll zum Hingucker werden. Allerdings haben die Schüler noch zahlreiche Aufgaben zu erledigen. So gibt es noch keine Öffnungszeiten, Mitschüler müssen noch als Mitarbeiter gewonnen werden und auch telefonisch kann die Schülerfirma noch keine Aufträge annehmen.

Diese Schwierigkeiten sieht der betreuende Lehrer Lars Pautsch als völlig normal an. „Das ist einfach: Learning by doing – also wir lernen“. Das in dieser Phase Fehler passieren werden, sei einkalkuliert, so Pautsch. „Organisieren müssen die Schüler ab jetzt alles selbst. Nur bei einer bestimmten Budgetgrenze müssen Simone Schmidtke vom Verein für bürgerschaftliches Engagement und ich zustimmen“, so der Lehrer.

Die Schüler sprühen vor Optimismus. So gibt es bereits Anfragen für die Erledigung von Einkäufen, das Verteilen von Flyern und die Reinigung eines Schaufensters in der Innenstadt. Jetzt muss die Buchhaltung – die Leitung übernimmt Patrick Gülker – kalkulieren, welche Preise für welche Tätigkeiten berechnet werden. Den Personaleinsatz verteilt ab sofort Jovan Schulte, er ist Leiter der Personalabteilung. Daneben kümmern sich Iman Youbane um die Eventplanung und Deriya Dündar um die Konzeptentwicklung. Den Marketingbereich leitet Marc Reichel.

Schwierigkeiten bereitet derzeit noch die Bereitschaft der Schüler aus den Klassen 10 bis 13 mitzuarbeiten. Als Motivation ist ein Belohnungssystem in Planung. So könnten sich Arbeitsstunden positiv auf den Preis der Abiballkarte auswirken. Also wer mithilft, hat nachher einen finanziellen Vorteil. So soll ausgeschlossen werden, dass wenige arbeiten und alle profitieren. Bisher sind es Wenige: Fünf Freiwillige sind erst gefunden.

Neben Dienstleistungen bieten die Schüler bald auch an Ferienwohnungen in Altena zu vermitteln. Bei einem möglichen Souvenirverkauf wollen sie mit anderen Einzelhändlern in Altena kooperieren und eventuell auf Kommission kaufen.

Medial ist die Firma mittlerweile fast perfekt aufgestellt. Unter http://www.obst-buero.de ist eine Internetseite eingerichtet, zudem sind sie auf Twitter und Facebook vertreten. Anfragen können derzeit schon per E-Mail an info@obst-buero.de gestellt werden.

Jetzt sind die Gymnasiasten erstmal praktisch gefragt. Dort wird sich zeigen, ob die Firma eine Zukunft hat. ▪ David Schröder

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