Jugendliche in Politik-Alltag gezielt einbinden

von Thomas Keim - ALTENA ▪ Im Rathaus werden die Überlegungen konkreter, wie Jugendliche für die politische Arbeit des Rates interessiert oder daran beteiligt werden können. Es ist erst ein paar Tage her, dass Fachbereichsleiter Wolfgang Friess und Angelika Wagner von der städtischen Jugendförderung dem Bürgermeister ihre Gedanken zu dem Thema vorgetragen haben.

Hintergrund der Planungen ist ein Antrag der Grünen, den der Stadtrat im vergangenen Juli angenommen hatte. Die Partei hatte sich darin dafür eingesetzt, Jugendliche in die politischen Entscheidungsprozesse einzubinden. „Noch vor der Sommerpause wird sich etwas tun“, kündigte der Bürgermeister in dieser Angelegenheit gestern an. Man sei in den Vorbereitungen. Von „regelmäßigen Jugendsprechstunden“ war im Rat die Rede – wobei das Attribut „regelmäßig“ mit Bedeutung gefüllt sein will. Dem Ratsvorsitzenden schwebt eine solche Sprechstunde etwa ein- oder zweimal im Jahr vor. Häufiger habe eine solche Einrichtung keinen Sinn, zumal sie auch mit den zahlreichen Terminen der Schulen abgestimmt sein müsse und nicht Prüfungszeiten oder Projektwochen kollidieren soll. Die Terminfrage müsse zudem auch mit den Fraktionen abgestimmt werden.

Eine konkrete Ausgestaltung der Zusammentreffen gibt es gleichwohl noch nicht, auch einen Namen hat die Einrichtung noch nicht bekommen. Der Bürgermeister sagte gestern, er halte nicht sehr viel davon, den Jugendlichen in dieser Sache fertige Konzepte vorzusetzen. „Das soll vielmehr ein Dialog sein.“ Es habe auch keinen Sinn „einfach ein Schild ‚Jugensprechstunde‘ an die Tür zu machen und abzuwarten, ob jemand kommt“, so der Ratsvorsitzende.

Eine Auftaktveranstaltung werde es im Juni oder Juli geben. Zeigt sich diese dann erfolgreich, soll es regelmäßige weitere Zusammenkünfte geben. ▪

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