THW lässt Geranien auf der Lenne schwimmen

Per Radlader wurde der massive Baumstamm durch die Luft in Richtung Wasserspiegel bewegt. Dabei leisteten die THW-Kollegen vom Ortsverein Dortmund technische Hilfe, denn das Altenaer Gerät ist aktuell in Reparatur.  Foto: Hornemann

Altena - Ursprünglich wollte das Technische Hilfwerk nur ein bisschen mehr Licht auf sein Gelände fallen lassen und fällte deshalb einen Baum. Aus dem ist ein blumiges Kunstwerk geworden, das seit Samstag die Lenne ziert.

Zaungäste zücken die Smartphones für ein Foto, als der Radlader das außergewöhnliche Geranienbeet aufnimmt und über das Geländer in die Lenne hebt. Vorsichtig senkt er es ab, die THW-Mitarbeiter ziehen ihre Stiefel aus und steigen ins Wasser, um die Gurte zu lösen. Ein bisschen wird der Baumstamm samt seinem Gerüst noch zur Flussmitte geschoben. Schließlich hat er seinen Platz, der wohl außergewöhnlichste Geranienkasten der Lenne.

Zwar hat Florist Dieter Steinmann parallel mit der Installation der Geranienkästen der Blumenpaten begonnen, doch das THW-Beet gehört nicht zu jenem bekannten Projekt, das seit Jahren die Lenne ziert. „Wir durften den Stamm nach dem Fällen behalten und nutzen“, erklärt THW-Chef Frank Herbel. „Einen Teil haben wir im Osterfeuer verfeuert und aus dem Stamm haben wir dann ein Projekt für die Jugendausbildung gemacht.“ Über mehrere Wochen wurde gesägt und ausgehöhlt. „Auf der Berlin-Tour zur Verleihung des Integrationspreises habe ich dann Joachim Effertz angesprochen, ob die Baugesellschaft uns sponsern würde“, erklärt Herbel weiter.

Das Unternehmen ließ sich nicht lange bitten und spendierte 400 Liter Blumenerde nebst weißer und roter Geranien für das sieben Meter lange Beet. Als Schwimmhilfe und Untergerüst wurden Teile eines Ersatzfloßes verwendet, das das THW einst für die Stadtwerke-Werbung zu Wasser gebaut hatte.

Einziges Problem bei der Installation war, dass der ortsverbandseigene Radlader aktuell reparaturbedürftig ist. „Da haben wir mal unsere Kollegen in Dortmund angefragt.“ Die ließen sich nicht lange bitten und wuchteten den Stamm am Samstag flott mit ihrer Maschine zu Wasser. Begossen wird der Kasten künftig übrigens vom Ufer aus per Schlauch.

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