Jugend denkt über Ressourcen nach

Eindrucksvolle Fotos sind in der Ausstellung im Lutherhaus zu sehen. ▪

ALTENA ▪ Nach dem Gottesdienst, kurz vor zwölf Uhr mittags, hat Ursula Rinke am Sonntag vor rund 20 Interessierten die Ausstellung „Ressourcenarmut – Ressourcenreichtum“ im Lutherhaus eröffnet. Gezeigt werden Fotografien von Jugendlichen aus Mosambik und Deutschland.

Es ist bereits die dritte Ausstellung, die die engagierte Altenaerin in die Burgstadt holt. „Unser Ziel war es immer, eine Partnerschaft aufzubauen. Wir wollen nicht nur Geld nach Mosambik schicken, sondern wir wollen aufklären“, erklärte Rinke ihre Beweggründe. Sie ist die Vorsitzende des Partnerschaftsprojektes Ancuabe/Mosambik Altena, das vor 20 Jahren als politisch unabhängiger Verein gegründet wurde.

Die Ausstellung im Lutherhaus ist in diese Themen unterteilt: Holz, Wasser, Nahrungsmittel, Energie, Müll und Recycling. Vier Schulen aus Mosambik und eine deutsche Schule haben mitgemacht. Es geht um Fragen, wie „Sind wir arm oder reich in Bezug auf Ressourcen?“ und „Wie gehen wir damit um?“. Die Fotos der Schüler aus den zwei so unterschiedlichen Ländern dokumentieren den jeweiligen Blickwinkel. Dabei werden die Realitäten des Nordens und des Südens nebeneinander gestellt und miteinander in Beziehung gesetzt.

In einwöchigen Workshops, unter Anleitung des mosambikanischen Fotografen Rui Assubuji und des deutschen Fotografen und Fotopädagogen Peter Steudtner, fotografierten Jugendliche an Schulen in Moatize, Hamburg, Dortmund, Bielefeld und Lennestadt. Teilweise sind sehr eindrucksvolle Bilder entstanden, die durch die Erklärungen noch eindrucksvoller werden: „Die Nachfrage nach dem umweltfreundlichen Rohstoff Holz ist spürbar gestiegen. Auch in Mosambik nimmt der illegale Holzeinschlag zu. Jedes Jahr verliert das Land eine Waldfläche von mehr als 405 000 Fußballfeldern. Wenn sich daran nicht schnell etwas ändert, werden in fünf bis zehn Jahren die Waldressourcen Mosambiks erschöpft sein.“

Noch bis zum 30. März kann die Ausstellung im Lutherhaus besucht werden, und zwar am 14., 16., 22., 23. und 30. März, jeweils von 10 bis 12 Uhr, außerdem nach den Gottesdiensten oder nach Vereinbarung, Tel. 0 23 52/28 90 oder 0 23 52/2 43 36. „Wir freuen uns besonders über den Besuch von Schulklassen“, so Rinke, die die weiterführenden Schulen angeschrieben hat. ▪ Von Ilka Kremer

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