Einstieg mit Datensammlung

37 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich im Lüdenscheider Kreishaus zum Klimaschutzmanager fortbilden lassen. Unter ihnen war Jürgen Wagner (vorne links).

ALTENA ▪ Jürgen Wagners Hauptaufgabengebiete sind das Vermessungswesen, der städtische Denkmalschutz und das Fassadenprogramm. Jetzt aber kümmert sich der Ingenieur auch um allerlei Zahlen - Zahlen zur Eröffnung einer CO2-Bilanz.

Seit einer Fortbildung beim Märkischen Kreis, die in Zuzusammenarbeit mit der EnergieAgentur NRW und dem Landesumweltamt angeboten wurde, ist der Vermessungsingenieur jetzt auch als städtischer Klimaschutzmanager tätig. Im Moment leistet er Grundlagenarbeit. Das heißt in erster Linie Daten zusammenzutragen. Da werden zum Beispiel die Energieverbräuche städtischer Gebäude und Dämmmaßnahmen dort ebenso zusammengetragen wie die „Flottenverbräuche“ von Feuerwehr, Stadtverwaltung und Bauhof. Auch die neu montierten LED-Beleuchtungen an den Straßen werden erfasst. „Es muss zunächst einmal eine Datenbasis geschaffen werden“, erklärt Jürgen Wagner. Ihm steht dazu ein spezielles PC-Programm zur Verfügung, das über den Märkischen Kreis auch mit weiteren Informationsträgern wie Stromversorgern oder auch Schornsteinfegern vernetzt ist. Die CO2-Eröffnungsbilanz soll im Frühjahr 2014 fertiggestellt sein. Erstes Bezugsjahr wird das Jahr 2010.

37 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet waren ins Lüdenscheider Kreishaus gekommen, um hier nach einem dreitägigen Lehrgang ihre Prüfung abzulegen. Besonders erfreulich: Unter den erfolgreichen Absolventen sind sieben Mitarbeiter heimischer Kommunen, die mit dem Zertifikat nun ihre Qualifikation als Klimamanager dokumentieren können.

Viele Gemeinden engagieren sich bereits auf hohem Niveau in Sachen „Klimaschutz“, während andere Städte und Gemeinden – wie die Burgstadt – noch am Anfang stehen. Bisher haben zwar weder Bund noch Land die Kommunen zu Klimaschutzaktivitäten oder zur Erstellung von Klimaschutzkonzepten verpflichtet. Mit dem neuen nordrhein-westfälischen Klimaschutzgesetz könne sich das in Zukunft jedoch ändern, hieß es bei der Schulung. Sollte Klimaschutz Pflichtaufgabe werden, stellt das die Kommunen vor große Herausforderungen. Aufgrund der Haushaltslage können viele Städte und Gemeinden aber keine externen Dienstleister einkaufen oder gar passende Fachleute einstellen. Die Fortbildung eigener Mitarbeiter erweist sich da als ein gangbarer Weg. ▪ tk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.