Projekt zur Ich-Stärkung am BGA

Angreifen zur eigenen Sicherheit

Die Achtklässler lernen viel über Selbstbehauptung in der Woche.

Altena -  Es sind Situationen, die jeder fürchtet: Ein Fremder pöbelt, bedrängt zur Herausgabe des Handys und greift womöglich noch körperlich an. Die Achtklässler des Burggymnasiums wissen seit Mittwoch, 2. Juli, was in einem solchen Moment zu tun ist.

Steffen Knipp, Trainer im Budo-Club Altena, hat ihnen Selbstverteidigung auf Grundlage des Judo-Sports beigebracht.

Drei Stunden intensives Training machen natürlich keinen Meister. „Aber das Selbstbewusstsein, das ein in Selbstverteidigung geschulter Mensch ausstrahlt, hält manchen Angreifer schon ab“, erklärt Steffen Knipp.

Er hat allen achten Klassen seit Montag gezeigt, wie sie die Kraft eines Angreifers für eigene Zwecke nutzen können. „Simuliert werden drei Situationen: Wie man einen Gegner auf Abstand bringt, wie man sich aus einem Griff befreit und was zu tun ist, wenn man bereits zu Fall gebracht wurde“, so Knipp.

Seit einigen Jahren schon arbeitet das Burggymnasium mit dem Budo-Club zusammen, der dadurch seine Angebote unter den Schülern populär macht. Die Kooperation ist Teil eines großen Gesamtprojekts zur Ich-Stärkung im Rahmen der Projekt- und Fahrtenwoche am Burggymnasium.

Dazu zählt auch Gewalt- und Suchtprophylaxe. Die Schüler werden von Kooperationspartnern des Blauen Kreuzes und der Drogenberatungsstelle geschult. Auch Mobbing ist Thema für die Jahrgangsstufe. Da wird gelehrt, dass pöbeln und angreifen natürlich im Alltag verboten ist. Nur in Steffen Knipps Projekt nicht: Da sind solche Lektionen ausnahmsweise ausdrücklich erwünscht. - von Ina Hornemann

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