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Jubiläumsschau zum 100-Jährigen: Geflügelzuchtverein lockt viele Besucher

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Von: Jona Wiechowski

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Der RGZV-Vorsitzende Ottfried Ferber war mit seinem Enkel Aurèle begeistert bei der Sache.
Der RGZV-Vorsitzende Ottfried Ferber war mit seinem Enkel Aurèle begeistert bei der Sache. © Jona Wiechowski

Vom flauschigen Seidenhuhn bis zur großen „New Hampshire“-Rasse: Die Jubiläumsschau, zu der der Rassegeflügelzuchtverein anlässlich seines 100-jährigen Bestehens am Wochenende eingeladen hatte, war gut besucht. Ein Preisrichter vergab mehrere Auszeichnungen.

Altena – Zu sehen gab es bei der Jubiläumsschau des Zuchtvereins eine ganze Menge. 90 Tiere und 18 Rassen konnten im Thomas-Morus-Haus bestaunt werden.

Schon der Start überzeugte mit vielen Besuchern. „Ich bin zufrieden“, sagte Vorsitzender Ottfried Ferber am Samstagnachmittag. Wer rein wollte, musste geimpft, genesen oder getestet (3G) sein. Drinnen ging es dann recht entspannt zu – und vor allem ohne Maske. Der Verein hatte sich wie im letzten Jahr für ein Einbahnstraßen-System vorbei an den Käfigen entschieden.

Ein Preisrichter bewertete viele, aber nicht alle Tiere der Schau. Den Preis für das beste Huhn sicherte sich Dagmar Richter. Stolz zeigte sie ihre Gewinnerin der Rasse „New Hampshire“ in der Farbe goldbraun. Der Preisrichter notierte auf der Bewertungskarte: „Henne mit vorzüglichem Gesamteindruck.“

90 Tiere gab es bei der Geflügelschau am Wochenende im Thomas-Morus-Haus zu sehen.
90 Tiere gab es bei der Geflügelschau am Wochenende im Thomas-Morus-Haus zu sehen. © Jona Wiechowski

Im hinteren Bereich des Morus-Hauses gab es Geflügel, das nicht bewertet wurde – aber schön anzusehen war. Auch, weil es sich um besondere Rassen handelte. Birgit Besche, Schriftführerin im Verein, zeigte Zwerg-Strupphühner, bei denen die Federn auffällig abstehen. „Diese Tiere legen rund 120 Eier im Jahr“, erklärte sie, dass es sich nicht um ein klassisches Legehuhn handelt. Die legen in diesem Zeitraum auch mal um die 300 Eier.

Echte Hingucker waren die Seidenhühner mit ihrer Federpracht auf dem Kopf. Davon begeistert waren Lukas und Maximilian, die das weiche Tier gerne streichelten. „Wir sind aus Lüdenscheid gekommen“, erzählte Vater Martin Grubrich, der sich überlegt, Mitglied im Verein zu werden.

Nicht nur die Federn der Schwedischen Hühner sind mit der Farbe Silverous Blue ungewöhnlich gefärbt: „Sie legen türkisfarbene Eier“, sagte Besche, die seit sieben Jahren Mitglied im RGZV ist. „Es ist ein tolles Hobby.“

Erstmals auf der Schau dabei war die Rasse Sebright. Vorsitzender Ferber zeigte ein auffälliges Merkmal der Tiere: „Jede Feder hat einen schwarzen Rand.“

In einer kleinen Ansprache freute sich Bürgermeister Uwe Kober (CDU) darüber, dass es wieder möglich sei, auch mal ohne Maske zusammenzukommen. Von den gefiederten Tieren zeigte er sich angetan: „Ich wusste nicht, dass Hühner so vielfältig sein können.“ Ferber hatte das Stadtoberhaupt vorher durch die Ausstellung geführt.

Lukas und Maximilian Grubrich streichelten ein Seidenhuhn.
Lukas und Maximilian Grubrich streichelten ein Seidenhuhn. © Jona Wiechowski

Der Vorsitzende blickte in einer kleinen Rede auf die 100-jährige Geschichte des RGZV zurück. Am 19. März 1921 hätten sich acht Herren getroffen, um einen Rassegeflügelzuchtverein zu gründen. Knapp einen Monat später habe es die erste Generalversammlung gegeben. „Es wurde unter anderem beschlossen, dass jeden Monat eine Versammlung stattfindet“, erklärte Ferber und ergänzte erfreut: „Dies ist bis heute noch so im Verein.“

In einem Jahrhundert hat sich viel getan. Die wirtschaftlichen und politischen Umstände in Deutschland hätten großen Einfluss auf das Vereinsleben genommen, sagte Ferber. „Waren die wirtschaftlichen Zeiten schlecht, so wuchsen die Kleintierzuchtvereine, da die Versorgung durch Eier und Fleisch das Leben erträglicher machte.“

Einen großen Dank richtete der Vorsitzende an seine Vereinskollegen, ohne die die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Aktuell sind 35 Senioren und sechs Junioren im Verein. Alle Junioren haben in diesem Jahr in einem Extra-Bereich ausgestellt und jeweils einen Pokal erhalten.

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