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Jubiläumsfest der Schützen: Gewaltiges Musikprogramm

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Von: Thomas Krumm

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Bestens gefüllt war das Festgelände am Wochenende. Es bildeten sich aber immer wieder neue Schwerpunkte der Aufmerksamkeit heraus.
Bestens gefüllt war das Festgelände am Wochenende. Es bildeten sich aber immer wieder neue Schwerpunkte der Aufmerksamkeit heraus. © Krumm, Thomas

Es muss nicht immer ein ganz großes Schützenfest sein: Zu seinem 150. Geburtstag hat der Schützenverein Evingsen, der die Gründungsjahreszahl 1872 im Namen trägt, ein zweitägiges Jubiläumsfest auf dem Schützenplatz organisiert. Der 1. Vorsitzende André Schneider fasste das Echo zusammen: „Es gab nur Lob und positive Rückmeldungen.“

Altena – Tatsächlich machte ein ganzes Füllhorn verlockender Angebote den Schützenplatz am Wochenende zum bevorzugten Aufenthaltsort der Evingser und ihrer Gäste. „Normalerweise hätten wir an diesem Wochenende unser Jubiläumsschützenfest gefeiert“, begrüßte André Schneider die vielen Gäste. Er nannte das Corona-Virus als Grund für die Verschiebung und benannte das, was an diesem Wochenende mit dem Jubiläumsfest dennoch bestens gelingen sollte: „Eine kleine Auszeit und das Feiern und Lachen mit Freunden.“ Einen Gast begrüßte der Vorsitzende ganz besonders: Lars Espen aus Koppang in der norwegischen Provinz Stor-Elvdal, der ausnahmsweise nur mit einer kleinen Delegation angereist war. „Ich habe auch ein Jubiläum“, erklärte er den Besuchern: „Es sind 30 Jahre seit meinem ersten Schützenfest.“ Die aus den vielen Begegnungen erwachsene Freundschaft bekräftigte er mit einem Griff auf’s Herz. In einem Jahr wollen die Norweger zum Jubiläumsschützenfest wieder anreisen.

Die Kraft der Dudelsäcke

Nicht ganz so weit wie die Gäste aus dem hohen Norden hatten es die Musiker des Musikvereins Harkebrügge aus dem oldenburgischen Münsterland: Sie blieben als Übernachtungsgäste in Evingsen und bestritten an den beiden Festtagen unermüdlich große Teile des Musikprogramms.
Zu einem Fest für die Freunde der Dudelsackmusik wurde der Auftritt der Scottish Volonteers aus Iserlohn. Sie beeindruckten durch die schöne Kraft ihrer Dudelsäcke, durch die prächtige Optik ihrer Uniformen und die präzise Choreografie ihres Auftritts mit Klassikern von „Scotland the brave“ bis „Highland Cathedral“. Den nachdrücklichen Wunsch nach einer Zugabe erfüllten die Iserlohner gemeinsam mit der Marching Band der Iserlohner Stadtmusikanten, die ebenfalls beeindruckende Auftritte hinlegten.

Und auf ging es in einen langen Abend

Dazu kamen weitere Spielmannszüge aus Lüdenscheid und Hemer: „TuRa Frisch auf Eggenscheid 1911“ und „TV Sundwig 1887“. Das war schon ein gewaltiges Musikangebot. Für die Kinder gab es zwei ganz andere magische Orte: große Hüpfburgen, die sie schon nach kurzer Zeit erobert hatten.

Der besondere Klang der Dudelsäcke, die beeindruckenden Kostüme und die choreografische Präzision bei ihrem Auftritt ließen die Scottish Volonteers aus Iserlohn zum Liebling nicht nur der Fotografen werden.
Der besondere Klang der Dudelsäcke, die beeindruckenden Kostüme und die choreografische Präzision bei ihrem Auftritt ließen die Scottish Volonteers aus Iserlohn zum Liebling nicht nur der Fotografen werden. © Krumm, Thomas

Der Abend gehörte schließlich der Tanzmusikformation des Musikvereins „Amicitia“ aus Garbeck. Mit ihren Sängern Ramona Pröpper und Ingo Mettken sorgten die zwölf Instrumentalisten von Anfang an für Stimmung: Nach dem verheißungsvollen Einstieg mit John Paul Youngs „Love is in the air“ verkündete Ingo Mettken ein zentrales Ziel dieses Samstagabends im Schützenzelt: „Wir bleiben tanzbar.“ Für die Amigos war das gleichbedeutend mit dem Verzicht auf lateinamerikanische Klänge. Und so füllte sich die Tanzfläche sehr schnell zu Disco-Fox-Rhythmen. „Simply the best“ liehen sich die Musiker bei Tina Turner, „Dancing Queen“, und „Waterloo“ bei Abba. Und so ging es hinein in einen langen Abend.

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