Alles dreht sich um Luther

Freunde der Burg schenken Altena ein Jubiläums-Konzert

+
Alles dreht sich um Luther, wenn die Freunde der Burg am 3. September ihr Konzert zum Stadtjubiläum geben. Burg-Restaurator Holger Lüders zeigt ein Bild jener Luther-Büste, die vom Erlös restauriert werden soll. Außerdem auf dem Foto: Bernd Falz, Hans-Ludwig Knau und Dorotheee Ossenberg-Engels von den Freunden der Burg und Kantor Johannes Köstlin (von links).

Altena - Altena wird in diesem Jahr 650 Jahre alt, die Reformation feiert ihren 500. Geburtstag – zwei Geschichtsdaten, die die Freunde der Burg am 3. September unter einen Hut bringen werden.

Der geschichtsträchtige Verein möge sich aktiv beim Stadtjubiläum einbringen – diesen Auftrag gaben die Mitglieder im Frühjahr dem Vorstand. Damals schon keimte die Idee eines Konzertes auf. 

Vorsitzender Bernd Falz und seine Stellvertreterin Dorothee Ossenberg-Engels kamen darüber mit Johannes Köstlin ins Gespräch. Der Kantor der Evangelischen Gemeinde Altena stellte nicht nur die Lutherkirche für das Konzert zur Verfügung, sondern empfahl mit der Gruppe Musaicum auch ein Ensemble, das auf alte Musik spezialisiert ist. 

„Werke im reformatorischen Geist“

Das gilt für die beiden Sängerinnen Karolina Brachmann und Joanna Klisowska ebenso wie für die Instrumentalisten Anna Firlus (Orgel) und Krzysztof Firlus (Viola da Gamba). Die vier präsentieren „Werke im reformatorischen Geist“ unter anderem von Schütz, Buxtehude und Mendelssohn-Bartholdy. 

Dass sich Altena in den Reigen all jener einreiht, die in diesem Jahr der Reformation gedenken, sei durchaus berechtigt, sagt Hans Ludwig Knau vom Vorstand der Burg-Freunde und verweist auf den zweiten Band eines Urkundenbuches, das der Verein zum Stadtjubiläum herausgeben wird. 

Darin finden sich auch Dokumente zum „Kirchenstreit“. Dass in der Frühzeit der Reformation Lutheraner und Calvinisten heftig aneinander gerieten, gehört zu den wesentlichen Aspekten der Altenaer Stadtgeschichte. Daran wird Knau in einem Vortrag vor dem Konzert erinnern. 

Damit ergibt sich für den 3. September folgender Ablauf: Von 16 bis 16.30 Uhr gibt Knau im Lutherhaus seinen geschichtlichen Rückblick. Nach einer Pause geht es dann ab 17 Uhr mit dem Konzert in der Lutherkirche weiter. 

Eintritt frei 

Geschenke kosten nichts – deshalb ist der Eintritt zu Vortrag und Konzert frei. Gegen Spenden haben die Freunde der Burg allerdings nichts einzuwenden. 

Sie wissen auch schon, was sie damit anfangen werden: Das Burgmuseum besitzt eine wertvolle Luther-Büste aus dem 17. Jahrhundert. Aus den Einnahmen soll deren unbedingt notwendige Restaurierung bezahlt werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare