Jetzt naht das Fest mit großen Schritten

ALTENA ▪ Auch wenn das Wetter der letzten Wochen nicht recht zur Jahreszeit passen wollte, am vergangenen Wochenende konnte man auch in Altena und Umgebung feststellen: Es weihnachtet sehr! Von Silvia Sauser

Bereits am Freitag fand in Evingsen vor der evangelischen Kirche ein adventliches Beissammensein statt. Angeregt durch die Gruppe „Begegnungen“ der noch jungen Dorfinitiative wurde dort ein Weihnachtsbaum aufgestellt, der von den Kindergartenkindern mit selbst hergestelltem Schmuck festlich dekoriert wurde. Viele Dorfbewohner kamen der Einladung nach und bei Glühwein, Kinderpunsch und Bier auch miteinander ins Gespräch. Gegen den kleinen Hunger halfen Waffeln und Würstchen. Der Erlös dieser Aktion bleibt natürlich im Dorf. „Wir haben ja noch mehr Ideen, die wir umsetzen wollen“, erklärte Kornelia Schneider.

Einen kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt hatten die Vereine und Verbände aus Dahle am Adventsamstag ausgerichtet. Es gab weniger Buden als im vergangenen Jahr, aber das Angebot lockte doch viele Gäste an. Selbstgebackene Plätzchen der zukünftigen Abijahrgänge, die mit dem Verkauf den Abschlussball mitfinanzieren wollen, Handarbeiten aus Stoff, Metall und Holz und natürlich eine große Auswahl an deftigen und süssen Leckereien - es war für jeden etwas dabei. Auch das abwechslungsreiche musikalische Programm und der Besuch des Nikolaus zog Besucher an.

Am Nachmittag brachten unter anderem der Frauenchor aus Evingsen und die „Hausmusicker“ adventliche Stimmung ins Dorf, abends stand mit „Max Level“ eine richtige Rockband auf der Bühne. Und die ließen es so richtig krachen und spielten bis weit in die Nacht.

Einen Weihnachtsmarkt der anderen Art konnten die Besucher auf der Wulfsegge erleben. Bereits auf dem kleinen Parkplatz unterhalb der Burg fühlten sich die Gäste in eine andere Zeit versetzt. Dort hatten die „Castellani de Altena“ ihr Lager aufgeschlagen und die „lebende Krippe“ mit Schafen und Eseln ließen vermuten, wie es damals in Bethlehem ausgesehen haben mag.

Die Greifvögel von Pierre Schmidt waren hier ein weiterer Publikumsmagnet.

Auf dem Weg in den oberen Burghof konnte man Trockenwürste aus Frankreich erstehen, einem Ledermacher bei der Arbeit zusehen oder sich die Zukunft voraussagen lassen.

Das Improvisationstalent von Tamino, dem Gaukler und „Max Gaudio“, die mit den Zuschauern ein Weihnachtsmärchen der ganz anderen Art aufführten, sorgten für gute Unterhaltung im oberen Burghof.

Mittelalterliche Klänge, der Duft wertvoller Parfüme und der Rauch vom großen Schwenkgrill durchzogen den Innenhof, in dem sich kleine Ritter in der Kunst des Armbrustschießens versuchen konnten.

Mit dabei waren auch die „Matronae Verbenae“, die Kräuterfrauen aus Altena mit ihrem Angebot aus Likören, Kräutersalzen und Zuckermischungen, die ihren Erlös dem Kinderhospiz stiften.

Aber auch ein Glühweinstand durfte natürlich nicht fehlen.

Allerdings lief der Besuch am Samstagmittag eher schleppend an, was vielleicht auch am Eintrittspreis von 6,50 Euro für Erwachsene gelegen haben mag.

Die Familie von Maria Horn aus Hamm jedenfalls nutzte die sich bietende Gelegenheit und übernachtete in der Jugenherberge. Sie war damit mittendrin im Geschehen des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes.

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