Wiederholungswahl: Jede Stimme zählt

+
Nur ein Kreuz muss jeder Wahlberechtigte am Sonntag, 16. November, auf dem Stimmzettel machen.

Altena - In einer Woche ist es so weit – am Sonntag, 16. November, steht die Wiederholungswahl im Wahlbezirk III im Mühlendorf an. Nachdem dort im Mai bei der Kommunalwahl 75 falsche Stimmzettel aufgetaucht waren, können nun 718 Wahlberechtigte noch einmal ihre Stimme abgeben.

Seit Mitte Oktober sollten alle wahlberechtigten Personen, die im Wahlbezirk 030 im Mühlendorf wohnen, zu dem auch der Linscheider Bach gehört, ihre Wahlbenachrichtigungskarte haben. Diese sollten – müssen aber nicht – am Tag der Wahl mit ins Wahllokal gebracht werden. Es genügt auch der Personalausweis. Gewählt wird von 8 bis 18 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus im Mühlendorf. Sechs Wahlhelfer werden dort in zwei Schichten (morgens drei, nachmittags drei), als Ansprechpartner bereit stehen. Am Abend werden dann alle sechs die Stimmzettel auszählen.

„Spätestens um 19 Uhr wird das Ergebnis feststehen“, sagt Wahlamtsleiterin Tanja Jäker – je nachdem, wie viele Leute auch wählen gehen. Sie hoffe, dass die Bürger in der Politik ihres Stadtteils mitbestimmen wollen. Jäker befürchtet jedoch, dass die Wahlbeteiligung bei der Nachwahl noch geringer sein wird, als vor rund sechs Monaten bei der Kommunalwahl Ende Mai.

Darauf deute bereits die geringe Zahl an Briefwählern hin. „42“ seien es bislang, so Jäker. Noch bis Mittwoch haben die Mühlendorf-Bewohner Zeit, einen Antrag auf Briefwahl online zu stellen. Man müsse auch immer den Postweg berechnen. Nach Mittwoch sei nicht mehr gewährleistet, dass die Wahlkarte auch rechtzeitig ankommt, so Jäker. Persönlich vorbeikommen könne man bis zum Vortag.

Sechs Kandidaten stehen auf dem einfach erstellten Din-A4-Zettel zur Wahl: Alexander Stein (CDU), Marcus Ferber (SPD), Katrin Held (Bündnis 90/Die Grünen), Hans Dickel (SDA), Doris Heidemarie Hoffmann (Die Linke) und Yasin Süer (FDP). Stein hat bei der vergangenen Wahl das Direktmandat erhalten. Helmut Göss (SPD) ist über die Reserveliste in den Rat eingezogen. Sollte Stein auch am Sonntag in einer Woche die meisten Stimmen erhalten, wird wohl alles beim Alten bleiben.

Sollte sich jedoch sein Mitbewerber Markus Ferber (SPD) durchsetzen und bei der Nachwahl das Direktmandat erwerben, müsste Helmut Göss den Rat verlassen. Stattdessen würde Paul Ricker, CDU, über die Union-Reserveliste in den Rat nachrücken.

75 Stimmzettel waren im Mai aufgetaucht, die nicht ins Mühlendorf gehörten. Anstatt des Wahlbezirkes 030 erhielten die 718 Wahlberechtigten Stimmzettel des Bezirkes 040 Grundschule Mühlendorf. Auch die falsche Namen der Abgeordneten waren den Wählen nicht aufgefallen. Der Fauxpas fiel erst bei der Auszählung auf.

Dass sich das ganze Prozedere nun knapp sechs Monate hingezogen hat, lag laut Jäker zum einen an den Sommer- und Herbstferien, in denen keine Wahl stattfinden durfte. Zum anderen habe der Prüfungsausschuss erst einmal das alte Ergebnis bestätigen müssen. Der Rat entschied anschließend über die Festsetzung der Neuwahl.

Weitere Infos unter www.altena.de

Von Nathalie Kirsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare