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Einsatz beim Jahrhunderthochwasser: Fluthelfermedaillen an 230 Wehrleute übergeben

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Langjährige Mitglieder wurden im Rahmen des Sommerfestes geehrt. Auch die Fluthelfermedaille wurde an die Wehrkräfte verliehen, die beim Hochwasser im Juli 2021 im Einsatz waren.
Langjährige Mitglieder wurden im Rahmen des Sommerfestes geehrt. Auch die Fluthelfermedaille wurde an die Wehrkräfte verliehen, die beim Hochwasser im Juli 2021 im Einsatz waren. © Goor-Schotten, Hilde

Das bislang letzte Sommerfest hat die Feuerwehr Altena vor acht Jahren gefeiert, geplant war längst eine Wiederholung. „Aber erst kam Corona, dann die Flut und dieses Jahr war auch schon sehr anstrengend. Deshalb ist es jetzt endlich an der Zeit, einfach mal zu feiern“, sagte Stadtbrandinspektor Alexander Grass.

Grass begrüßte die vielen Menschen, die diese Gelegenheit schon längst nutzten, im Holtzbrinck-Park. Ein buntes, fröhliches Sommerfest sollte es am Samstag werden, und das wurde es bei bestem Feierwetter dann auch.

„Wir möchten mit den Familien eine schöne Zeit verbringen. Vor allem die Kinder sollen ihren Spaß haben“, meinte Grass. Das wünschte sich auch Bürgermeister Uwe Kober (CDU), der Grüße und Dank von Rat und Verwaltung überbrachte: „Wir sind froh und dankbar, dass wir Euch haben.“ Mit Blick auf die große Gästeschar stellte er fest: „Hier kann man sehen, wie viele Leute dahinter stehen, wenn der Alarm geht und die Feuerwehr ausrückt. Und wie viele zuhause auf die Rückkehr warten.“

Erinnerungen an den „schwärzesten Tag in der Feuerwehr Altena“

Warten musste man am Samstag höchstens am Imbissstand, der den großen Appetit der vielen Besucher gar nicht so schnell stillen konnte. Mancher Feuerwehrkamerad musste seinen Platz in der Schlange trotzdem kurz aufgeben, denn verbunden mit dem fröhlichen Sommerfest war auch die Erinnerung an den, so Grass, „schwärzesten Tag in der Feuerwehr Altena“, an dem einer aus ihren Reihen bei den Hochwassereinsätzen im Juli 2021 ums Leben gekommen war.

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Stefan Brockhaus überreichte der Feuerwehrchef Fluthelfermedaillen an die rund 230 Feuerwehrleute. Mit dieser Auszeichnung ehrt das Land Nordrhein-Westfalen die Einsatzkräfte, die beim Hochwasser im vergangenen Jahr Extremes geleistet haben. „Wir können das nicht vergessen. Das wollen wir auch nicht“, meinte Brockhaus im Gespräch, „aber die Übergabe der Medaillen setzt auch einen Schlusspunkt. Wir müssen in die Zukunft sehen.“ Das Sommerfest leistete dazu einen unbeschwerten, fröhlichen Beitrag. Und angesichts der begeisterten Kinder, die nicht nur die Hüpfburg, sondern auch das erst vor einigen Tagen nach Altena ausgelieferte neue Feuerwehr-Quad belagerten und teilweise schon in der Kinderfeuerwehr mitmachen, kann es um den Wehrnachwuchs in der Burgstadt nicht so schlecht bestellt sein.

Der Nachwuchs interessierte sich für das neue Quad der Altenaer Feuerwehr.
Der Nachwuchs interessierte sich für das neue Quad der Altenaer Feuerwehr. © Goor-Schotten, Hilde

Langjährige Mitglieder geehrt

Irgendwann werden sie dann vielleicht Urkunden und Auszeichnungen für eine langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhalten. Die diesjährige Ehrung der verdienten Altenaer Feuerwehrleute, auf der teils online abgehaltenen Jahresdienstbesprechung Anfang des Jahres aufgeschoben, fand diesmal beim Sommerfest statt und hatte so einen wirklich würdigen Rahmen.

Im Rahmen des Sommerfestes ehrten die Wehrverantwortlichen Alexander Grass und Stefan Brockhaus und Bürgermeister Uwe Kober viele langjährige Mitglieder.

10 Jahre: Joel Goseberg, Fabian Kemmerling, Patrick Leymann, Chris Wiechel, Chris Achterkamp, Lars Geck, Andrè Schmidt, Thorben Schmidt, Franziska Schültke, Malin Möritz, Kevin Obornik, Marc Sönnecken, Jan Hülle, Benjamin Schramm, Chelsea Diane Turck. 25 Jahre: Michael Kapp, Marc Alexander Dobrajc, Torsten Becker, Sascha Marschner, Stefan Zlobinski. 35 Jahre: Jörn Coordt, Marcus Dräger, Stefan Bauckhage, Jens Schulte, Jochen Grefe, Uwe Kober, Matthias Loettgers, Michael Wefer, Jörn Sieberg, Andreas Geck, Ulrich Köhler, Frank Zaremski, Stephan Lenczewski. 40 Jahre: Peter Limberg, Dietrich Sönnecken, Stefan Gerdes. 50 Jahre: Friedhelm Schulte, Martin Hesse, Gerhard Doebel, Werner Schwalm. 60 Jahre: Karl-Heinz Würpel. Überweisung in die Ehrenabteilung: Mike Utermann, Stefan Bauckhage, Frank Zaremski.

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