Luftballons statt leerer Schaufenster

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Gut besucht war die Versammlung des Stadtmarketing-Vereins am Montag. Björn Braun, vorne links, wurde auf der Versammlung zum Dritten Vorsitzenden gewählt. Der Verein will den Altena-Taler wieder reaktivieren.

Altena - Altenas inhabergeführte Geschäfte werden viel auffangen müssen, wenn am Samstag, 25. Februuar, im Toom die Lichter ausgehen. Das ist eine der Erkenntnisse der Jahreshauptversammlung, zu der sich der Stadtmarketingverein am Montag traf.

„Wir müssen Abwanderungstendenzen schnell entgegenwirken und den Bürgern zeigen, was sie in der Stadt auch ohne Vollsortimenter bekommen“, bekräftigte der Vorstand des Stadtmarketingvereins.

Björn Braun, neuer Dritter Vorsitzender des Vereins, erklärte entschieden: „Man muss uns finden!” Er möchte ein Online-Konzept für den Altenaer Einzelhandel erstellen, sodass möglichst viele Menschen erfahren, wo welche Unternehmen angesiedelt sind, welche Angebote es dort gibt und zu welchen Öffnungszeiten sie erreichbar sind. „Idealerweise errichtet sich jedes Unternehmen eine eigene Homepage, die mitverlinkt werden kann. Das erhöht die Chancen deutlich, gute Treffer bei Google zu bekommen.“

Stärkere Präsenz im Internet

Ein paar wenige Einzelhändler haben bereits eine eigene Internetpräsenz, vereinzelt gibt es auch Online-Shopping-Angebote darauf. „Wir planen aber keinen Online-Shop für Altena. Wer im Internet zum Beispiel das Stichwort „Geschenke für Männer“ eingibt, der soll alle Läden in Altena in seiner Trefferliste finden, die die im Angebot haben”, erläuterte Björn Braun.

Das Führungsduo des Stadtmarketing-Kreises: Ulrike Betzler-Hüttemeier und Alexander Schmitz.

Die Innenstadtgeschäfte als attraktive Anlaufstelle zu bewerben ist seit dem Abebben der Pop-up-Welle schwieriger geworden. Wieder ist der Leerstand massiv, große Schaufenster verkommen. „Ein tristes Bild, dem wir insbesondere bei unserem eigenen Stadtfest am 8. und 9. Juli entgegenwirken sollten”, erklärte die frisch gewählte Geschäftsführerin Alexandra Bacevic.

Sie brachte die Idee ein, die leerstehenden Fenster zu diesem Anlass mit bunten Luftballons zu füllen. Ob das machbar ist – hunderte Ballons müssten dazu aufgeblasen werden – will der Verein am 25. März testen und ein großes Fenster in der Lennestraße entsprechend dekorieren. Sollte es klappen, muss vor dem Stadtfest ein Putztag eingerichtet werden: Viele Scheiben sind stark verschmutzt.

Das Pop-up-Projekt ist für Altena derzeit hingegen kein Thema mehr: „Die Fördertöpfe sind leer”, teilte Vereinsvorsitzender Alexander Schmitz auf Nachfrage von Sandra Heisler mit, die gern wieder Alternativen zum Leerstand sähe. „Und sei es nur als Ausstellungsfläche, so wie die Kunst-Werk-Galerie damals.“

Altena-Taler ins Bewusstsein rufen

Alexandra Bacevic versprach, Interessenten Kontakte für solche Projekte herzustellen: „Alles, was für die Innenstadt gut ist, wird angepackt.“

Deshalb soll auch der Altena-Taler wieder verstärkt in den Vordergrund rücken: Der seit Jahren bei Sparkasse und Volksbank erhältliche Universalgutschein für teilnehmende Geschäfte ist aus dem Blickfeld gerückt und soll wieder verstärkt ins Bewusstsein der Verbraucher kommen.

Möglichkeiten, Altena als Einkaufsstadt zu bewerben, bieten sich bei den verkaufsoffenen Sonntagen, die in der Stadt nicht durch behördliche Auflagen gefährdet sind, weil sie stets mit Festen wie Weihnachts- und Mittelaltermarkt verbunden sind.

„Da sind wir Lüdenscheid gegenüber mal im Vorteil, die bieten diese Anbindung nicht und können dieses Jahr keine verkaufsoffenen Sonntage durchführen“, so Alexander Schmitz. Er wird in seiner Arbeit weiterhin durch die Zweite Vorsitzende Ulrike Betzler-Hüttemeister und Schatzmeister Klaus Hoffmann unterstützt. Alle Vorstandsmitglieder betonen: „Wir brauchen jede Idee und jede Hand, die uns als Gemeinschaft nach vorn bringt.”

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