Mehr Mitglieder, weniger Publikum 

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Wolfgang Noack stellte das Programm für 2020 vor 

Altena – Ganz der inhaltlichen Arbeit konnten sich die Mitglieder des Kulturrings Altena bei ihrer Jahreshauptversammlung in der Burg Holtzbrinck widmen, da keine Vorstandswahlen auf der Tagesordnung standen.

 Geschäftsführer Wolfgang Noack freute sich über die stattliche Zahl von 452 Kulturring-Mitgliedern, die in dieser Größenordnung seit vielen Jahren stabil ist. Die Besucherzahl in den Veranstaltungen des Vorjahres ging mit 1600 allerdings etwas zurück. 

Schatzmeister Michael Slatosch präsentierte die finanzielle Lage, die trotz eines kleinen Defizits in der Jahresbilanz immer noch sehr solide ist. „Das Vermögen ist es etwas abgeschmolzen.“ Die Versammlung entlastete Geschäftsführer und Vorstand einstimmig.

 Im Zentrum von Wolfgang Noacks Jahresbericht stand die Burg Holtzbrinck, deren umfassende Renovierung seit 2017 „nicht nur ein Umbau, sondern ein Umbruch“ sei. Das Gebäude biete nunmehr Räumlichkeiten, die vier Gruppen gleichzeitig nutzen können. Die Installation von Medientechnik ermögliche sogar eine Nutzung für kleine Konferenzen.

 Der große Veranstaltungssaal wurde mit einer fest installierten Technikbrücke, Headset, Beamer und Funkmikrofonen modernisiert. . Viel Raum bietet auch die große Tenne im Erdgeschoss, die ebenfalls für ausgewählte Kulturveranstaltungen genutzt werden soll. „Wir werden im kommenden Jahr die eine oder andere Veranstaltung nach unten verlegen“, kündigte Wolfgang Noack an. Manche Konzerte vertragen eine fortlaufende Bewirtung der Besucher, die im Erdgeschoss durch den Servicebereich sichergestellt wäre. Inwieweit der Raum im Erdgeschoss für hochwertige Konzerte geeignet ist, muss noch erkundet werden. Derzeit hallt der nackte Raum mit den sehr geschmackvoll ausgewählten großen Fliesen noch extrem. Gebäude-Manager Karsten Wolfewicz brachte vor Ort Musikveranstaltungen ins Spiel, die auch die Halleffekte einer Kirche vertragen würden. Für die Präsentation der Arbeiten im Rahmen des Hobby-Kunstpreises Hobbit soll die Burg zum Ausstellungsraum werden. 

Abzuwarten bleibe, wie sich die neu installierte Brandmeldeanlage bewähre: Er hoffe sehr, dass sie nicht zu Fehlalarmierungen der Altenaer Feuerwehr neige, sagte Noack. Das Programm 2020 enthält die bekannte Mischung aus Jazz léger, Weltklasse-Pianisten und den Geschichtsvorträgen von Karsten Wolfewicz: „Was er als authentische Figur in seinen selbstgestalteten Kulissen macht, ist einmalig.“ Dazu kommen Kabarettisten, ein Schriftsteller und Folkgruppen: Die Veranstaltung mit Lucy van Kuhl, die kürzlich ausfallen musste, soll am 20. Februar nachgeholt werden. Frank Goosen, Kabarettist und bis 2017 stellvertretender Vorsitzender des VfL Bochum, kommt am 29. Oktober. Der Weinkrimi-Schriftsteller Martin Walker hat sich für den 18. Mai angekündigt. Folk und anderes haben North Sea Gas (7. August), Anne Haigis (24. Oktober) und The Quiggs (31. Oktober) im Gepäck. Am 25. April sollen hochwertige Modelleisenbahnen in der Burg gezeigt werden. Ulrich Frenschkowski, der als stellvertretender Vorsitzender des Kulturrings den dienstlich in Griechenland weilenden ersten Vorsitzenden Dr. Andreas Hollstein vertrat, lobte die „familiäre Atmosphäre“, die auch die neue Burg Holtzbrinck auszeichne: „Ich bin so froh, dass wir die Burg Holtzbrinck haben und dass sie jetzt auch wieder auf Vordermann gebracht worden ist.“

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