Neues Domizil für die Jugendfeuerwehr

Stadtbrandinspektor Alexander Grass ist unheimlich stolz auf die Feuerwehrgemeinschaft und dankte ihr für ihr Engagement.

Altena - Nicht nur für Wehrleiter Alexander Grass sind die Fortgänge verdienter Feuerwehrkameraden ein Einschnitt: Seinen Vorgänger Ulrich Moldenhauer hat er am Samstag in die Ehrenabteilung überwiesen. Und auch Wachleiter Udo Winter nimmt in Kürze den Hut: Er wird am 23. Mai mit einem großen Festakt in der Burg Holtzbrinck und auf dem Bungernplatz verabschiedet. Nicht aber Wehmut, sondern Tatkraft soll die Wehr ins neue Jahr begleiten.

Neue Medien sind seit einiger Zeit ein großes Thema bei der Feuerwehr, die den elektronischen Informationsfluss für ihre Arbeit zu schätzen gelernt hat. Zum Tablet-PC im Einsatzwagen wird sich demnächst die Möglichkeit gesellen, vom heimischen Sofa aus für den nächsten Lehrgang zu pauken. Über sämtliche Aktivitäten informiert der neue E-Mail-Newsletter der Feuerwehr. Informationsfluss wird so wichtig wie konstanter Wasserdruck beim Löschen. Denn Wehrleiter Alexander Grass will das Beste aus allen Kameraden rausholen, die ihre Freizeit für das wertvolle Ehrenamt opfern.

Er sieht vor seinem geistigen Auge schon Altenaer Feuerwehrleute im neuen Höhenrettungsteam des Märkischen Kreises, das neu aufgebaut wird. Und er möchte eine große Runde schmeißen, wenn zur Jahresdienstbesprechung 2016 125 einsatzfähige Atemschutzträger im Dienst sind. Aktuell sind es 104 Kollegen, die diese Einsätze bestreiten können.

„Feuerwehr lebt und darf nicht ins Stocken geraten“, richtete Grass das Wort an die Gäste der Jahresdienstbesprechung in der Dahler Schützenhalle. Aus- und Fortbildung werden sich noch mehr verändern. Aktuell hospitieren Jugendfeuerwehrmitglieder zwischen 17 und 18 Jahren in ihren jeweiligen Löschgruppen, um sich auf die Grundausbildung vorzubereiten. Die Jugend bekommt neue Startbedingungen mit einem eigens für sie eingerichteten Gruppenraum im Dachgeschoss der Wache. Alexander Grass überreichte dem neuen Leitungsteam René Bröcker und Patrick Slatosch ein Foto als erstes Dekorationsstück dafür.

Und vielleicht wird für den Nachwuchs eines Tages selbstverständlich sein, was heute erst als Entwurf vorliegt: Die neue Brandschutzgesetzgebung, auf die der stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Grefe einging. Die sieht vor, dass Wachleiter künftig auch eine Position in der Wehrleitung bekommen. Alexander Grass könnte das begrüßen: Die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen kollegen funktioniert in Altena hervorragend. Gleiches gelte für DRK, THW, Ordnungsamt und Polizei, wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein betonte: „Hilfe kommt schnell und unbürokratisch. Das weiß auch der Bürger zu schätzen!“   -  Von Ina Hornemann

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