Innovation ist das Schlagwort

Hans Gerd Straub erhielt für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Altena neben einer Urkunde auch noch ein Geschenk.

Altena - Nicht nur das abgelaufene Jahr „war sicherlich ein ereignisreiches, das für viel Verunsicherung gesorgt hat“, sagte Stadtbrandinspektor Alexander Grass am Samstag während der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr in der Schützenhalle Dahle.

„Es sollte immer das Bestreben der Lokalpolitik sein, ihre Feuerwehr wertzuschätzen und auf einem hohen Stand zu halten. Hierzu gehören nicht nur die notwendige Ausrüstung, sondern auch modernisierte Räumlichkeiten, in denen Schulungen und Ausbildungen organisiert werden können. Leider war dies im vergangenen Jahr nicht immer möglich“, so Grass. Die Lokalpolitik habe aber versprochen, sich dieser Themen anzunehmen. Doch nicht nur das abgelaufene Jahr zeichnete sich durch eine besondere Betriebsamkeit aus.

105 Einsätze in der Warteschleife

Bereits Anfang Januar hatte der Sturm „Friederike“ die Feuerwehren im gesamten Kreisgebiet stark beansprucht. So berichtete Kreisbrandmeister Michael Kling darüber, dass es zwar „nur“ 29 Einsätze in Altena, dafür aber mehr als 600 in allen Kommunen des Märkischen Kreises gegeben habe. In der Spitze waren 1600 Feuerwehrkräfte auf den Straßen unterwegs, um die Notrufe der Bürger abzuarbeiten. „Zwischenzeitlich hatten wir 105 Einsätze in der Warteschleife“, so Kling.

Was die Einsatzstatistik der Feuerwehr Altena angeht: im vergangenen Jahr musste sie insgesamt 361 Mal ausrücken. Bei weiteren 63 Ereignissen wurde der Rettungsdienst der Feuerwehr Altena unterstützt, der in 3214 Fällen alarmiert wurde. Zudem wurden die Kameraden fünfmal zu Einsätzen in Nachbarkommunen gerufen. In seiner Rede betonte Kreisbrandmeister Michael Kling auch, dass Innovation das Schlagwort der Zukunft sei: „Das habt ihr euch mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr zu Herzen genommen“.

Diese wurde am 2. September vergangenen Jahres ins Leben gerufen. „Insgesamt 19 Jungen und ein Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren lernen dort spielerisch etwas über die Feuerwehr“, berichtete Stadtkinderfeuerwehrwart Kai Spelsberg. Zudem freute er sich darüber, dass hier die Obergrenze von 20 Mitgliedern erreicht und zudem die Warteliste ebenfalls gut gefüllt sei. Auch lobte er im Besonderen den Einsatz von Jana Gluth, Jan Niklas Schäfer und Jordan Krüger, die sich neben ihrem normalen Dienst in der Jugendfeuerwehr auch noch als Ausbilder beim jüngsten Nachwuchs engagieren. Hierfür bekam jeder von ihnen einen Kinogutschein überreicht, „damit ihr in eurer Freizeit auch mal was anderes macht, als nur Feuerwehr“. Dafür, dass auch andere Kommunen dem Beispiel Altenas folgen und ebenfalls eine Kinderfeuerwehr gründen, soll sich Georg Würth vom Feuerwehrverband MK einsetzen. Um diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen, überreichte ihm Feuerwehr-Leiter Alexander Grass eine Warnweste mit dem Schriftzug der Kinderfeuerwehr.

Neben den Berichten stand auch noch die Ehrung verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung. Hierbei wurde zuallererst Hans Gerd Straub für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Altena geehrt. Bereits 40 Jahre mit dabei sind Friedhelm Rahmer, Horst Scholz und Frank Rohrsen. Während Ralf Bohnert und Roland Schulte (in Abwesenheit) eine Urkunde für 35 Jahre in der Feuerwehr erhielen, freuten sich Jens Limberg, Andreas Specht, Hendrik Leinweber und Matthias Brockhaus über 25 aktive Jahre als Kameraden der Feuerwehr Altena. Auf einen zehnjährigen Dienst in der Feuerwehr können Florian Geck, Sebastian Spelsberg, Brian Turck, Christopher Otlinghaus, Martin Höck, Sebastian Wissing, Linda Moldenhauer, Gordon Jakubassa, Anna Katharina Denkhaus, Marc Wagner und Rebecca Otlinghaus zurückblicken. Sie alle freuten sich über Urkunden.

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