Abschied vom Bastelkreis Mühlendorf

In 30 Jahren 100.000 Euro erarbeitet

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Pfarrerin Merle Vokkert überreichte den fleißigen Damen einen Gutschein über einen schönen Ausflug zum Essen. Kaum ein Kreis hat so viel Geld für die Gemeinde erwirtschaftet.

Altena - Christel Knaup hat auf Bitte von Pfarrerin Merle Vokkert mal nachgerechnet: Über 100.000 Euro hat der Bastelkreis Mühlendorf in über 30 Jahren mit seinem jährlichen Basar im Gemeindehaus und beim Altenaer Weihnachtsmarkt eingenommen. Ein Großteil ist in die evangelische Kirchengemeinde geflossen.

Die bedankt sich nun mit einem leckeren Abendessen bei den kreativen Frauen. Es soll ihr letzter Basar gewesen sein. Christel Knaup muss auf Nachfrage, was die Mitglieder nun machen, zugeben: „Die ersten Frauen langweilen sich schon...“

Insbesondere die selbstgestalteten Postkarten fanden in den vergangenen 30 Jahren großen Anklang.

Der feste Termin im Gemeindehaus Mühlendorf ist weiterhin gebucht. „Sehen wollen wir uns ja weiterhin. Und wer bei den Treffen sticken und stricken möchte, der darf das natürlich weiterhin tun...“ Nur mit dem Basar war es in den vergangenen Jahren immer mühsamer geworden. „Wir werden nicht jünger und auch nicht mehr. Deshalb haben wir gesagt, das dieser Basar unser letzter sein wird.“ Das Kreativsein ist den Frauen nie schwer gefallen, auch am Samstag gab’s wieder neue witzige Einfälle auf den Basartischen zu bestaunen. Doch das Vorbereiten der großen Kaffeetafel, das Backen und Verkaufen fällt zunehmend schwerer. „Wir werden aber versuchen, noch beim Weihnachtsmarkt einen Stand zu bestücken“, versprach Christel Knaup. Die Einnahmen sind grundsätzlich gespendet worden.

Kinderhospiz

 Viel ging an Bethel und ins Kinderhospiz, nie aber vergaßen die Frauen, ihre Kirchengemeinde zu bedenken. Ohne den Bastelkreis wäre vieles nicht möglich gewesen. Deshalb bedankt sich die Gemeinde mit einem schönen Ausflug: „Suchen Sie sich ein schönes Ziel aus. Wir fahren da hin und essen richtig schön zusammen!“ versprach Merle Vokkert in Anwesenheit der Basarbesucher. Auch die werden ihren Treffpunkt sehr vermissen.

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