50 Jahre Malermeister - Günter Homberger 

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Günter Homberger zeigt seinen Goldenen Meisterbrief der HWK Südwestfalen, den er neben seinen Meisterbrief von 1964 hängen will.

Altena - Am 13. August 1964 legte Günter Homberger seine Meisterprüfung im Maler-Handwerk ab. Jetzt – 50 Jahre später – hat der in Altena lebende 74-Jährige von der Handwerkskammer (HWK) Südwestfalen den Goldenen Meisterbrief überreicht bekommen.

1940 wird Günter Homberger in Dünnebrett geboren, das heute zu Lüdenscheid gehört. Er entscheidet sich früh für den Beruf des Malers, beginnt 1954 mit gerade einmal 14 Jahren seine Lehre. 1957 legt er die Gesellenprüfung ab. Seine heutige Ehefrau Erika lernt er auf einer Fahrt der „Schnurre“, also der Kreis Altenaer Eisenbahn (KAE), nach Lüdenscheid kennen. Gemeinsam haben sie zwei Kinder und drei Enkelkinder.

1964 macht Günter Homberger seine Meisterprüfung und nicht einmal acht Monate später eröffnet er seinen eigenen Malerbetrieb. Kurz darauf kauft er ein Haus an der Rahmedestraße, in dem er noch heute wohnt. Auch das Geschäft Malerbetrieb Homberger hat dort seinen Sitz.

Inzwischen hat Günter Homberger den Betrieb an seinen Sohn übergeben. Uwe Homberger leitet nun seit zehn Jahren das kleine Familienunternehmen. Drei Mitarbeiter hat er, und einen Lehrling: Ralf Homberger ist Maler in dritter Generation. Der 28-Jährige legt in Kürze seine praktische Prüfung in Dortmund ab.

Zehn Lehrlinge hat Günter Homberger in seiner beruflichen Karriere ausgebildet. Die Nachfrage nach einem Ausbildungsplatz in dem Malerbetrieb sei nach wie vor groß. „Einen Hauptschulabschluss und handwerkliches Geschick muss man auf jeden Fall haben“, sagt der 74-Jährige. „Und schwindelfrei sollten die Bewerber sein.“

Auch als Rentner hat Homberger noch gut zu tun: „Ich bin der Hausmeister“, sagt er und lacht. Er schließe morgens als erster den Laden auf. „Und ich räume auf und putze – das muss ja auch jemand machen.“ Er ist Mitglied im SGV Altena und im MGV Union Oberrahmede.

„Schützen, erhalten, schmücken, gestalten“ – das ist das Motto der Firma Homberger. Sohn Uwe und die Mitarbeiter kümmern sich ums Tapezieren, Außenanstriche, Böden und Fliesen verlegen, Gerüstbau und Wärmedämmung. Viele Arbeiten werden für die Stadt Altena verrichtet. Auch in der Burg Holtzbrinck und am Burggymnasium hat der Malerbetrieb schon gearbeitet. „Sie sind aber in der ganzen Umgebung tätig“, versichert Günter Homberger: In Werdohl, Schalksmühle, aber vor allem in Lüdenscheid, dem Wohnsitz von Uwe Homberger. Im kommenden Jahr feiert das Geschäft 50-jähriges Bestehen. Ob das Betriebsjubiläum groß gefeiert wird, weiß Günter Homberger noch nicht.

Die Handwerkskammer Südwestfalen richtete am vergangenen Freitag eine Jubiläums-Meisterfeier aus. Geehrt wurden mehr als 300 Meister, die vor fünfzig oder sechzig Jahren den großen Befähigungsnachweis erbrachten, mit dem Goldenen- oder dem Diamantenen-Meisterbrief.

Von Nathalie Kirsch

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