Ein Jahr Generationentreff: Das muss gefeiert werden

Probebacken: Beim Sommerfest am 20. August werden auch frische Reibeplätzchen serviert – „zu zivilen Preisen“, versprechen die Veranstalter.

ALTENA ▪ „Silvester, das war toll“, erinnert sich Klaus Löttgers. Sowohl Jugendliche als auch Senioren feierten in der ehemaligen Schule am Knerling einträchtig den Jahreswechsel. Ganz so, wie es halt sein soll im Generationentreff. Von Thomas Bender

Die Idee einer selbst verwalteten Begegnungsstätte für den Stadtteil wurde vor knapp zwei Jahren geboren. Dann wurde geplant, gemacht, gebaut, bis vor fast genau einem Jahr endlich Einweihung gefeiert werden konnte. Seither ist in den von der Stadt angemieteten Räumen immer was los. Hier treffen sich vor allem Senioren sowie Kinder und Jugendliche. Das Miteinander klappt bestens – „und darauf sind wir stolz“, sagt Löttgers, der zusammen mit Bernd Erbschloe sowas wie der „Motor“ der Begegnungsstätte ist. Das organisatorische Dach bildet das Stellwerk, dessen Mitarbeiterin Stefanie Hensel vor allem die Projektierungsphase eng begleitete.

Natürlich gibt es regelmäßige Veranstaltungen – einmal im Monat treffen sich die Männer, die Senioren kommen regelmäßig zusammen, einmal in der Woche ist Jugendtreff. Es gibt aber auch viele spontane Zusammenkünfte – „wenn das Außenlicht brennt, ist jemand da“, lacht Löttgers – „das weiß man inzwischen am Knerling“. Dann wird zum Beispiel abends geknobelt oder sonntags ein kleiner Frühschoppen veranstaltet.

„Das Miteinander war nicht mehr so gut“, erinnert sich Löttgers an die Zeit vor der Eröffnung des Generationentreffs. Er muss es wissen: Vor 68 Jahren am Knerling geboren, hat er zeitlebens dort gewohnt und natürlich registriert, wie sich der Stadtteil im Laufe der Jahre verändert hat. Viele sind weggezogen oder gestorben, neu Hinzugezogene ließen sich schlecht integrieren – „es gab ja hier auch nichts“, sagt Erbschloe.

Jetzt hilft man sich wieder am Knerling – der Generationentreff dient auch als „Kontaktbörse“, in der die ein oder andere Gefälligkeit für die Nachbarn organisiert wird. Da geht es dann darum, der Nachbarin Kleinigkeiten aus der Stadt mitzubringen oder ‘mal jemanden zum Arzt zu fahren. Darüber hinaus werden die Räume für VHS-Kurse genutzt. Englisch kann man hier lernen oder Gymnastik treiben. Jugendliche aus dem Viertel organisieren regelmäßig PC- und Handykurse für Senioren und revanchieren sich so dafür, dass die mit dem Erlös aus ihren Veranstaltungen Kicker, Billardtisch und manches mehr für den Jugendraum angeschafft haben.

Übernächstes Wochenende wird gefeiert – beim Sommerfest will sich der Generationentreff auch jenen vorstellen, die bisher wenig Kontakt zu der Einrichtung haben. Das seien vor allem die 25- bis 60-Jährigen, meint Löttgers. Neben ihnen sind aber auch alle anderen Altenaer für den 20. August zur alten Knerlingschule eingeladen.

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