Falknerei Skyhunters in Nature begeistert

Jäger der Lüfte auf der Burg Altena

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Gewaltiger Flügelschlag.

Altena - Nur Isolde ist nicht dabei. Sie ist zu nervös, um vor all dem begeisterten Publikum ihre Wanderfalken-Flügel zu strecken – und wartet zu Hause. Faszinierend sind die Jäger der Lüfte, die auf der Burg Altena präsentiert werden – von der Falknerei Skyhunters in Nature.

Schleiereule Schatzi verschläft fast ihren Auftritt und Lucy hat heute irgendwie keine Lust. Die Greifvögel entscheiden selbst, ob sie vielleicht für ein Leckerchen fliegen mögen – oder eben nicht. 

Acht Tiere haben Sonja Senica und ihr Team auf den Burghof gebracht. Ein europäischer und ein sibirischer Uhu sind dabei, eine Schleiereule, ein Kuckuckskauz, ein Lannerfalke, zwei Wüstenbussarde und ein Steppenadler. Ob sie ihre Flugkünste zeigen wollen, hängt vom kleinen Hunger ab – und den präsentierten Leckerchen. 

Flug an der Schnur

Es sind Eintagsküken, die geboten werden. Sehr zur Freude der Greifvögel, die auf der Burg an einer Schnur fliegen, zu Hause in Menden aber täglich frei fliegen dürfen, wie Falknerin Sonja Senica erzählt. In der romantischen, aber sehr gedrungenen Burg-Umgebung könnten sie sich erschrecken und dann eventuell davon schweben. 

Nach Menden würden sie allerdings nicht allein zurückfinden. Der Falkner ist ein Hotel Mama. Die Liebe zum Greifvogel ist – leider – einseitig. „Er bindet sich nicht“, sagt Sonja Senica. „So schön es aussieht, wenn man ihn streichelt oder auch kuschelt. Dem Tier ist das herzlich egal“, schmunzelt die 45-Jährige, die mit ihren Shows einen Beitrag zum Greifvogelschutz leisten möchte. 

Die Greifvögel sind in ihrem Lebensraum bedroht und sehr streng geschützt. Und so erfahren die Erwachsenen und Kinder, die allesamt staunend und begeistert die schönen Vögel gern aus der Nähe betrachten, zum Beispiel, dass der Wüstenbussard der einzige Greifvogel ist, der in Familienverbänden lebt.

Lautloser Beute-Jäger

Jerry, der gerade in der Mauser ist, gleitet auch mehr als dass er fliegt. Der europäische Uhu Charly nähert sich seiner Beute komplett lautlos. Heute möchte er sich aber lieber zu allen Seiten wenden, statt auf dem Burghof zum Küken zu eilen, das ihm dann aus der Nähe serviert wird.

Die Jäger der Lüfte

Greifvögel kann man nicht abrichten oder zähmen, aber man kann ihnen das Vertrauen zum Menschen beibringen. „Man darf das Tier aber nicht überfordern“, sagt Sonja Senica, die als größtes Tier des Tages den Steppenadler Mascha zeigt. 

Dass das Publikum in den Flugshows mit eingebunden wird, dass vor allem Kinder in die Falknerhandschuhe schlüpfen dürfen und die beeindruckenden Jäger auch auf ihren Armen landen, macht einen spannenden Nachmittag im Rahmen der Reihe „Zeitsprung“ perfekt.

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