Christi Himmelfahrt ist Vatertag - wie gehen junge Männer damit um?

„Ja, ich will selbst auch Vater werden“

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Gut gelaunt standen diese jungen Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 11 des Burggymnasiums, BGA, Rede und Antwort zur Frage: „Der Feiertag Christi Himmelfahrt heißt im Volksmund Vatertag. Können Sie sich selbst vorstellen, selbst einmal Vater zu werden?.“

Altena - Im Volksmund heißt es salopp: „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein, dagegen sehr!“ – Am Donnerstag, 10. Mai, begehen die Christen beider Konfessionen den Feiertag Christi Himmelfahrt, häufig salopp auch als „Vatertag“ bezeichnet. Doch wie ist das mit dem Wunsch, selbst Vater zu werden, Verantwortung für Frau und Kinder zu übernehmen? Fragen, die wir jungen Männern der Jahrgangsstufe 11 des Burggymnasiums, BGA, gestellt haben.

Die Überraschung bleibt aus: Alle, wirklich alle, planen, „irgendwann einmal selbst eine Familie zu gründen und Vater zu werden.“ Wichtig erscheint den natürlich zufällig ausgewählten jungen Leuten, „erst die Schule gut zu Ende zu bringen. Dann eine Ausbildung abzuschließen oder ein Studium.“ Vielleicht, sagt ein junger Mann dann doch etwas forsch, „möchte ich anschließend noch etwas erleben. Reisen, Feiern, frei sein.

Ich will Papa werden!

Aber, Papa, Papa möchte ich auf jeden Fall werden.“ Von vier bis fünf über „mindestens ein Kind“ geht dabei die Wunschperspektive der jungen Männer. Alle Befragten haben Geschwister, alle fühlen sich in ihren Familien wohl. „Ich gründe auf jeden Fall eine Familie. Das gehört zum Leben“, sagt ein 17-Jähriger. Und auf Einwürfe wie: die Weltlage ist angespannt. An vielen Stellen herrscht Krieg. „Haben Sie denn für sich oder mögliche Kinder keine Zukunftsangst?“, werden die Befragten zwar ernster, aber von ihrem erklärten Willen, sesshaft zu werden, eben irgendwann, „vielleicht auch erst mit 35 Jahren, Vater zu werden“, rückt keiner ab.

Keine Zukunftsangst

 „Im Zweifel haben wir ja Frau Merkel“, sagt ein junger Mann und seine Kumpels johlen. „Wir meinen damit, auch der Staat hilft. Denken Sie nur an die Kinderbetreuungsangebote, da ist viel in Bewegung“, so ein Elftklässler. Eine eigene Familie „erweitert die Lebensfreude. Man ist nie allein“, fügen zwei 18-Jährige in die Diskussion ein. Und ein weiterer Stufenkollege stimmt ein: „Stimmt, ich finde sogar, Ziel des Lebens ist es, Kinder zu haben.

Geschenke für den Papa?

Für sie da zu sein.“ So viel Verantwortung, so viel Pläne, so viel Voraus- und Weitblick. „Ich habe selbst ein gutes Zuhause“, sagt ein Elftklässler und weitere Kollegen nicken. Kaufen die Jungs etwas für ihre Väter, für den „Vatertag“? Kurzes Lachen, verdutztes Gucken. Das war für keinen wirklich ein Thema...

Stichwort Himmelfahrt und Vatertag:

Christi Himmelfahrt (lateinisch Ascensio Domini ‚Aufstieg des Herrn‘), bezeichnet im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel und ist ein hoher kirchlicher Feiertag. Er wird - auch in Altena - von den Gläubigen beider christlicher Kirchen mit besonderen Gottesdiensten begangen. Christi Himmelfahrt wird immer am 40. Tag der Osterzeit, also 39 Tage nach dem Ostersonntag, gefeiert. Deshalb fällt das Fest stets auf einen Donnerstag. Seit Jahrzehnten hat sich eingebürgert, dass besonders Männer den arbeitsfreien Feiertag häufig feucht-fröhlich beim Spaziergang durch die Natur begehen. Deshalb heißt der Tag auch gemeinhin Vatertag als Gegenstück zum Muttertag im Mai.

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