Itani-Sohn plädiert auf Notwehr im Affekt

ALTENA - Über dreieinhalb Stunden hat Muhamed Itani bis gegen 14 Uhr heute Mittag (Donnerstag, 6. Oktober) vor dem Schwurgericht geredet und geredet. Der 25-Jährige, der beschuldigt wird, seinen Vater am 21. Mai in Altena getötet zu haben, schilderte vor dem Landgericht zu Hagen detailliert, wie es zu der Bluttat gekommen ist.

Neue Überraschung: Der Student gab an, vom Vater erst am Ohr gezogen, dann geohrfeigt und später sogar im Verlaufe eines Streites ganz hart gewürgt worden zu sein. Er habe geglaubt, sein letztes Stündlein habe geschlagen, sagte er vor der Kammer des Landgerichts in Hagen. Nur mit Mühe habe er mit geschlossenen Augen, auf einem Tisch liegend, plötzlich ein Messer zu fassen gekriegt und einmal auf seinen Vater eingestochen. Der habe sich an die Schulter gefasst und sofort stark geblutet. In Panik habe er daraufhin die Wohnung verlassen, so der junge Mann vor Gericht.

Für seinen Verteidiger, Prof. Dr. Ralf Neuhaus, ein eindeutiger Fall von Notwehr. Und darauf baut er auch seine Prozesstaktik auf. Stand: Donnerstag, 14 Uhr.

von Ilka Kremer - job

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