Itani-Prozess: Sohn gesteht überraschend Bluttat

ALTENA ▪ Überraschung zum Start des Totschlags-Prozesses gegen Muhamet Itani vor dem Landgericht zu Hagen: Der der Tat beschudige 25-Jährige brach gleich zum Prozeßauftakt am Morgen (Donnerstag, 9 Uhr) sein bisheriges Schweigen und gestand die Tat. Er ist angeklagt, den 65-Vater am 21. Mai diesen Jahres totgeschlagen zu haben und die Leiche anschließend verbrannt zu haben. Muhamet schilderte dem Gericht sein Leben, die Kindheit und das Auftreten des Vaters. Den beschreibt der Sohn als Familientyrann, der die ganze Sippe drangsaliert habe. Dabei hörten die Prozessteilnehmer viele Details aus dem Alltag und dem Umfeld der Familie.

Der Beschuldigte wird von Prof. Dr. Ralf Neuhaus vertreten. Die Linie dieses bekannten Strafverteidigers war es bisher gewesen, nichts zur Tat oder den Hintergründen verlauten zu lassen.

Ob es nach diesem Geständnis und der Stellungnahme bei den zunächst angesetzten sieben Verhandlungstagen bleibt, steht noch nicht fest. Stand: Donnerstag, 11 Uhr.

von Ilka Kremer - job

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