Pläne für 80 Plätze vorgestellt

Auf der Linscheid-Brache soll ein Pflegeheim entstehen

Altena - Die La Vida GmbH aus dem münsterländischen Ochtrup will auf dem Gelände des ehemaligen Linscheid-Bades ein Pflegeheim mit 80 Plätzen errichten und betreiben.   

Am Montag wurden die Pläne dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt, der anschließend grünes Licht für die Aufstellung eines Vorhaben- Erschließungsplanes gab. La Vida beschäftigt sich seit etwa zehn Jahren mit der Planung und dem Bau von Altenpflegeheimen und Seniorenwohnanlagen. Zuletzt wurde in Hagen-Altenhagen ein Pflegeheim fertiggestellt.

Seit knapp drei Jahren tritt die Gruppe über ihre Pflegepartner GmbH auch selber als Betreiber auf. Das ist auch für Altena geplant. „Wir streben mittelfristig den eigenständigen Betrieb von 600 bis 1000 Pflegeplätzen an“, erklärte Geschäftsführer Siegfried Bergmann den Ausschusspolitikern.

Die Entscheidung für die Investition in der Burgstadt fiel nach Betrachtung des vom Märkischen Kreis ermittelten Bedarfs an Pflegeplätzen: Weil der Anteil der über 70-Jährigen stark zunehme, werden in Altena rechnerisch 224 Altenpflegeplätze benötigt. Tatsächlich vorhanden sind nach Schließung des St. Vinzenz-Pflegeheims gerade mal 100.

„Lieber stationär gemeinsam als ambulant einsam“ – diesen Slogan gibt Bergmann nicht nur für die Bewohner aus, die in Pflegeheimen oft mehr soziale Kontakte hätten als zuhause. Auch für das Personal sei der ständige kollegiale Austausch oft ein wichtiger Grund dafür, lieber in der stationären Pflege arbeiten zu wollen. Apropos Personal: Der Pflegenotstand gehe auch an La Vida nicht spurlos vorbei, sagte Bergmann: „Es wird schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden“. Bisher habe er aber für alle Einrichtungen genügend Mitarbeiter einstellen können. „Wir sind ein etwas anderer Arbeitgeber“, schilderte er. So zeige sich das Unternehmen sehr flexibel, was individuell zugeschnittene Arbeitszeitmodelle angehe. Etwa 60 Vollzeitstellen würden geschaffen.

Ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude etwa in der Größe des alten Freibadbeckens, teils mit Satteldach und teils mit Flachdach – so stellt sich La Vidal-Architekt Heinz-Gerd Feseker den Neubau vor. Die Pläne, die er den Politikern gestern zeigte, waren schon sehr detailliert. Danach sollen die Bewohner ausschließlich in Einzelzimmern mit eigenem Bad wohnen. Jeweils rund 20 Zimmer werden zu Wohnbereichen mit eigenem Ess- und Aufenthaltsbereich zusammengefasst. Die Flure sollen großzügig gestaltet werden und Platz für Sitzgruppen bieten, die ebenfalls Begegnungsmöglichkeiten bieten.

Eine der Wohngruppen soll dementen Bewohnern vorbehalten bleiben und auch im Außenbereich dementsprechend ausgestaltet werden – etwa durch „Endloswege“. Die Politik begrüßte das Projekt: „Es ist gut, wenn jemand nach Altena kommt und hier investiert“, sagte Thorsten Janson (SPD). Oliver Helds erste Reaktion war „prima“ – der grüne Fraktionsvorsitzende wollte lediglich wissen, ob auch Tagespflege vorgesehen sei. Die sei bei ambulanten Diensten besser aufgehoben, antwortete Bergmann.

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