Interkommunale Zusammenarbeit: „Bürger werden davon profitieren“

Interkommunale Gespräche mit Nachrodt-Wiblingwerde gibt es schon seit vielen Jahren.

ALTENA ▪ Donnerstag, 12. Januar, um 19 Uhr, stellt sich die Stadtspitze in der Burg Holtzbrinck den Altenaern. Im Rahmen einer Bürgersammlung wollen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und sein Vertreter, Stadt-Kämmerer Stefan Kemper, den aktuellen Stand zur interkommunalen Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde darstellen.

Hollstein erhofft sich einen guten Besuch, obwohl er schwer einschätzen kann, wie groß das Bürger-Interesse wohl sein wird. Allerdings ist der Verwaltungschef überzeugt: „Der Bürger wird von diesem Zusammenrücken profitieren.“ Das sieht auch Stefan Kemper so. Der erinnerte im Gespräch an die ersten Beschlüsse beider Gemeinderäte vom Dezember 2010 und die vor vier Wochen in einen öffentlich-rechtlichen Vertrag gegossene Zusammenarbeit. „Wir werden auf fünf Themenfeldern zusammenrücken. Nämlich: 1. im Fachbereich Soziales, 2. dem Standesamt, 3. dem Baubetriebshof, 4. dem Schulbereich (Stichwort Aufbau der gemeinsamen Sekundarschule) und 5. der Gebäudeverwaltung und dem Gebäudemanagement.“

Sowohl für Kemper als auch für Hollstein steht fest, dass man sich auf Augenhöhe begegne, um Synergieeffekte zu nutzen und finanzielle Mittel einzusparen. In den letzten Wochen und Monaten hätten beide Verwaltungen die jetzt gewählten Themenfelder gemeinsam durchleuchtet. Heraus kam, dass sämtliche Meldedinge, dazu gehören zum Beispiel Eheschließungen und Anmeldungen von Neugeborenen, in Zukunft im Nachrodter Amtshaus zu erledigen sind. Dafür wird es aus der Altenaer Verwaltung Personalversetzungen in die Doppelgemeinde geben. Das sei aber alles mit den beiden Personalräten abgesprochen, die, wie die Kommunalaufsicht des Regierungspräsidenten, das Zusammenwachsen beider Städte konstruktiv begleiten.

Im Fachbereich Soziales übernimmt dagegen Altena alle Aufgaben, die bisher in Nachrodt-Wiblingwerde geleistet wurden. „Allerdings werden wir weiter Sprechstunden im Amtshaus Nachrodt ermöglichen“, sagten Hollstein und Kemper. Das gehöre zu einer bürgernahen Verwaltung einfach dazu. Ausdrücklich ausgenommen von der neuen Zusammenarbeit sind die Belange der Bürgermeister und Haushaltsplan-Beratungen.

Die Rathausspitze begreift die Zusammenarbeit als ständigen Lernprozess, der immer wieder auf den Prüfstand gestellt werde. Donnerstag soll der Bürger nun konkret über die angefassten „Baustellenbereiche“ informiert werden. „Denn“, so sagt es Hollstein: „Es ist uns wichtig, wie die Altenaer das aufnehmen und was sie dazu sagen.“

von Johannes Bonnekoh

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