Vereinsauflösung zum trotz

Tierschützer aus Altena bleiben aktiv

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Andrea Tröller, Ralph Tröller, Sabine Schröder, Anke Adler, Sylvia Schmerder und Kathrin Spohr (v.l.) machen den Anfang: Sie haben eine Ortsgruppe in Altena für den Tierschutzverein Iserlohn gegründet. Jetzt braucht es weitere Mitstreiter.

Altena – Vor wenigen Wochen erst hat der Tierschutzverein Altena mangels aktiver Helfer seine Auflösung besiegelt.

Das soll allerdings kein Grund sein, vor Ort keinen Tierschutz mehr zu betreiben, finden Andrea Tröller, Ralph Tröller, Sabine Schröder, Anke Adler, Sylvia Schmerder und Kathrin Spohr. Sie haben am Donnerstag eine lokale Unterstützergruppe für den Tierschutzverein Iserlohn gegründet. 

„In Altena sind ja weiterhin Tiere in Not, denen geholfen werden muss“, erklären die Initiatoren. Vor allem aktive und idealistische Unterstützer sind gefragt. Sind Hund oder Katze entlaufen, bedarf es manchmal einer kalten Nacht vor einer Fangfalle, um die Tiere wieder sicher in Obhut von Herrchen oder Tierheim zu bringen. 

Und auch ausgesetzte und vernachlässigte Haustiere freuen sich, wenn ihnen jemand wieder anständiges Futter, ein sauberes Körbchen und liebevolle Zuwendung gönnt. 

„Unsere Arbeit passiert natürlich in enger Absprache mit den Behörden“, erklärt Kathrin Spohr aus dem Vorstand des Tierschutzvereins Iserlohn. „Wir gehen nicht eigenmächtig in Privathaushalten und holen da Tiere raus. Auch für Nachbarn gilt: Wer Tiervernachlässigung vermutet, informiert zunächst das Ordnungs- oder Veterinäramt. Dort, bei der Polizei oder der Feuerwehr ruft man auch an, wenn ein Tier entlaufen ist. Wir werden dann von den Stellen informiert und rücken dann aus.“ 

Tierschutz, das können die Gründer der Ortsgruppe Altena bestätigen, kann sehr abenteuerlich sein. „Man muss festes Schuhwerk haben, oft zu Unzeiten in unwegsames Gelände steigen, keine Angst vor Krabbeltieren haben und einen Partner, der das auch mitträgt“, erklärt die Altenaer Interessengemeinschaft. Idealerweise kann ein Tier auch mal zuhause aufgenommen werden. 

„Aus vorübergehenden Asylen sind bei uns auch schon Beziehungen fürs Leben geworden“, berichtet Kathrin Spohr, die auch schon Mäusen und Siebenschläfern dauerhaft einen Lebensraum geboten hat, obwohl der Wildtierschutz nur in akuten Notfällen eine Aufgabe des Tierschutzvereins darstellt. 

Wer sich nicht selbst mit Tieren beschäftigen kann, der kann in Altena in Absprache mit Sylvia Schmerder (Sylvii’s Tischlein deck dich an der Lennestraße) Sachspenden abgeben. Gebraucht werden Boxen mit Metalltüren, Katzenfallen, Futter, Decken, Leinen, und weitere nützliche Sachen zur Erstversorgung von in Not geratenen Tieren. 

Kathrin Spohr kann über den Tierschutzverein Iserlohn und über die Facebookgruppe „Altena - meine Stadt“ kontaktiert werden. Der Verein leistet auch unkonventionelle Hilfe, wenn ein Halter in Not geraten ist. „Nur, weil jemand die Impf- und Futterkosten nicht mehr zahlen kann, muss der Hund nicht gleich weg.“

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