Kritikermeinung auf Asphalt geklebt

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Dirk Klüppel bringt einen der jeweils einen Meter langen Aufkleber auf dem Pflaster der Lennestraße an.

Altena - Auf die Idee muss man auch erst mal kommen: Ein „Motzband“ aus Asphaltaufklebern zieht sich seit Donnerstag vom Markaner bis zur Goethe-Plastik an der Stadtgalerie.

Es besteht aus 392 Zitaten zum Burgaufzug, zum größten Teil gesammelt im Diskussionsforum auf den Internetseiten des AK oder im Blog suedwestfalen.com. Auch diese Aktion ist Teil des Paketes, dass durch die NRW-Initiative „Ab in die Mitte“ gefördert wird.

Je einen Meter sind die Aufkleber lang und zehn Zentimeter hoch – und sie haben es in sich: Es findet sich alle Elemente der teils hitzig geführten Debatte um den Burgaufzug wieder; auch und gerade die kritischen. Motzband, der Name ist Programm.

Und es macht ganz genau, was es soll, das Motzband. Es bringt die Passanten in der Fußgänger zum Nachdenken über die Argumente und ins Gespräch über ihre Stadt. Das habe sofort beobachten können, lobte noch am Abend der Bürgermeister aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung „making of“ in der Stadtgalerie: „Man fängt an zu kommunizieren und über die schöne Stadt zu sprechen“, so Dr. Hollstein. Vielleicht werde der eine oder andere auch seine einmal Meinung gefasste Meinung auch ändern – ein gutes Beispiel dafür seien die Lenneterrassen, die anfangs auch umstritten waren. „Jetzt sagen viele, wie toll das doch ist.“

Schauen, schauen, schauen - das lohnt sich derzeit doppelt in der Stadt. Auf das „Motzband“, auf sehenswerte Fassaden, die „begehbar“ werden, auf die „Galerie der Täter“ oder auf neue Geschäfte. Ein spannendes Frühjahr. - Von Thomas Keim

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