Inspektion ist regelmäßig nötig

St. Matthäus-Orgel wird neu gestimmt

Orgelbauer Helmut Böringer von der Firma Link aus der Nähe von Ulm: Er ist regelmäßig zu Gast in Altena, um die Orgel, 1996 von Orgelbaumeister Christoph Naacke hinter dem ursprünglichen Prospekt von 1924 erbaut, neu zu stimmen.  Foto: Bonnekoh

Altena - Der Arbeitsplatz von Helmut Böhringer ist ein Besonderer. Wie sein Beruf. Der Mann aus der Nähe von Ulm ist nämlich Orgelbauer.

In dieser Eigenschaft ist er „Dauergast“ an der Werdohler Straße in Altena. Jahr für Jahr stimmt der Mann mit dem superfeinen Gehör die mächtige Pfeifenorgel der katholischen Großgemeinde St. Matthäus.

„Einmal im Jahr gibt es eine kleine Inspektion, eine Grundreinigung. Alle vier Jahre muss ich dann schon etwas mehr Zeit mitbringen“, erzählt Böhringer im Beisein von Maria Hartel. Die Organistin der Pfarrkirche ist die „Chefin“ an den weißen Bein- und schwarzen Ebenholztasen und als Inhaberin aller drei Orgel-Examina eine Könnerin am Instrument.

Staub, Wärme, aber auch Kälte, setzen den mehr als 1600 Pfeifen, aber auch allen anderen „Innereien“ des 1996 völlig neu gebauten Instrumentes, zu.

Damals baute Orgelbaumeister Christoph Naacke die „Königin der Instrumente“ von Grund auf neu auf. Seine Vorgabe 1996: Er musste das Prospekt, also die historische Frontansicht von 1924, erhalten. Alles anderes ist neu – wenngleich heute eben auch schon fast 20 Jahre alt.

Kinder stellen sich eine Orgel oft wie ein Haus vor und stellen Fragen wie: Wie sieht’s da drinnen aus? Kann man da rein? Wie groß sind die Zimmer? Maria Hartel kann all diese Fragen beantworten und ist froh, dass dieses einst durch Pfarrer Wilhelm Bolte neu geweihte Instrument noch immer „etwas Besonderes für Altena, für unsere Gemeinde, ist.“ Froh ist die studierte Kirchenmusikerin zudem darauf, dass vor der mittlerweile 12. Kulinarischen Orgelnacht am Samstag, 27. Juni, 19 bis circa 22 Uhr, „alles wieder stimmlich auf dem absoluten Top-Punkt ist“, wie sie sagt.

Noch gibt es übrigens Karten für diese Kombi aus Küchen- und Hörgenuss. Karten sind über das Pfarrbüro zu erhalten, und zwar noch bis einschließlich 15. Juni. Wer nicht kommen mag, kann auch die Rufnummer 22610 anwählen.

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