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Ins Pfarrhaus: Pfarrbeauftragte zieht nach Altena

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Von: Jona Wiechowski

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In diesem Monat wird die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell in das Pfarrhaus neben der Kirche St. Matthäus einziehen, das im Hintergrund zu sehen ist. Neben dem jüngsten Sohn Samuel wird auch Ehemann Michael mit einziehen.
In diesem Monat wird die Pfarrbeauftragte Sandra Schnell in das Pfarrhaus neben der Kirche St. Matthäus einziehen, das im Hintergrund zu sehen ist. Neben dem jüngsten Sohn Samuel wird auch Ehemann Michael mit einziehen. © JONA WIECHOWSKI

Pfarrbeauftragte Sandra Schnell zieht Mitte Juli mit ihrer Familie ins Pfarrhaus neben der St. Matthäus-Kirche. Auf eine Sache freut sie sich ganz besonders.

Altena – „Ich werde mehr Zeit für meine Familie haben“, sagte sie am Donnerstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Bislang wohnt sie in Hagen. „Am Anfang hat mir die Fahrerei nichts ausgemacht“, erzählt sie. Mit den zeitraubenden Baustellen, die in der letzten Zeit dazugekommen wären, sei die Entscheidung für den Umzug schließlich gefallen.

„Es hat sich so ergeben“, sagt sie auch mit Blick darauf, dass ihr Vorgänger, Pfarrer Ulrich Schmalenbach, aus dem Pfarrhaus ausgezogen war. Der wohnte noch bis März vergangenen Jahres in dem Haus, das nach früheren Plänen des Bistums hätte verkauft werden sollen.

Die Pfarrbeauftragte fühlt sich wohl in der Burgstadt. Zu ihrem Geburtstag hatte sie am Donnerstag alle in den Pfarrsaal eingeladen. Wer wollte, konnte kommen und auch einen Kuchen mitbringen – und so gab es schon kurz nach Beginn eine gute Auswahl an verschiedenen Leckereien. Auch in Zukunft plant sie, ihren Geburtstag zusammen mit der Gemeinde zu feiern.

Ihrer Gemeinde wird sie nach dem Umzug noch näher sein. „Das wird schon gut werden“, ist sie sich sicher. In wenigen Wochen wohnt sie direkt nebenan, auch ihr Büro an der Lindenstraße ist dann nicht mehr weit. Für Gemeindemitglieder hat diese Veränderung einen Vorteil: „Dann ist jemand in der Nähe, der mal eben eine Tür aufschließen kann“, sagt sie.

Schnell zieht mit ihrer Familie in die Burgstadt, mit dem jüngsten Sohn Samuel und Ehemann Michael. Drei erwachsene Kinder wohnen nicht mehr Zuhause. Schnells Eltern, die vorher im selben Haus in Hagen wohnten, sind bereits vor kurzem in die Burgstadt gekommen und leben seitdem im Fritz-Berg-Haus, wie die Pfarrbeauftragte erzählt.

Auch Sohn Samuel freut sich – zu Fuß könne er in die Stadt gehen, sich zum Beispiel mal eine Pommes kaufen. Ganz so einfach möglich sei das in Hagen nicht, da sie etwas außerhalb wohnten, so Schnell.

Sandra Schnell ist seit dem 1. April letzten Jahres an der Spitze der Pfarrei St. Matthäus Altena/Nachrodt-Wiblingwerde und zuständig für rund 5000 Katholiken. Sie ist die erste Frau in der Pfarrleitung des Bistums Essen.

Eine von wenigen Frauen, die taufen darf

Die Pfarrbeauftragte der Pfarrei St. Matthäus, Sandra Schnell, ist eine von wenigen Frauen in Deutschland, der es durch ihre Kirche erlaubt ist, katholische Taufen zu vollziehen. Ihre erste gestaltete sie vor einigen Wochen. Ein bedeutsamer Moment: Bis vor Kurzem durften in der katholischen Kirche nur Priester und Diakone taufen. Im Bistum Essen gibt es wie in vielen anderen Bistümern allerdings ein Problem: Es gibt nicht genügend Priester, um alle freien Stellen zu besetzen.

Die Pfarrei St. Matthäus wird von Sandra Schnell als Pfarrbeauftragte geleitet. Johannes Broxtermann unterstützt sie als moderierender Priester.

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