„Innovative Ideen sind entscheidend“

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Die verschiedenen Handlungsfelder, in denen es möglich ist, Projekte umzusetzen, wurden den Bürgern vorgestellt. Wer schon Ideen hatte, konnte diese direkt auf die Plakate schreiben.

Altena - Die Lenneschiene will Leader-Region werden: Rund 50 Interessierte aus Altena, Werdohl, Nachrodt-Wiblingwerde und Letmathe kamen am Donnerstagabend in die Schützenhalle Dahle. Bei der Auftaktveranstaltung wurde das Projekt Leader-Region sowie das Förderprogramm der EU vorgestellt.

Was genau ist Leader? Diese Frage beantwortete Moderator Bernd Wecker vom Planungsbüro Bioline direkt zu Beginn. Leader steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und wird übersetzt mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

Bioline arbeitet gemeinsam mit der Firma WGF Nürnberg an dem Projekt, aus der Lenneschiene eine Leader-Region zu machen. Warum? Nur wer Leader-Region ist, kann Fördergelder bei der EU beantragen, um sich an der Entwicklung von ländlichen Regionen zu beteiligen. Die Auswahl der Leader-Regionen erfolgt im Rahmen eines Förderwettbewerbs. Mit rund 3,5 Millionen Euro, die für die Lenneschiene (Letmathe, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg, Finnentrop, Lennestadt und Schmallenberg) bereitgestellt würden, könnte man einige Projekte finanzieren.

Welche konkret, das hänge von den Bürgern ab, so Wecker. Jeder kann seine Ideen einbringen. Ein Gremium, das sich selbst gründet und mehrheitlich aus Bürgern bestehen muss – so die Vorgabe der EU – entscheidet dann über eine mögliche Umsetzung. Zuerst muss ein Konzept entwickelt werden, wo und wie das Projekt umgesetzt werden soll und wie teuer es ist. Aktionen sind möglich in den Handlungsfeldern Wirtschaft und Arbeit, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Bürgerschaftliches Engagement und Dorf.Stadt.Leben – letzteres könnte Teil des Leitsatzes für das gesamte Projekt werden.

Wichtig ist laut Wecker, zu Beginn eine Stärken-Schwächen-Analyse der Region zu erstellen, um festzustellen, welche Stärken gestärkt werden können. Aus diesen Stärken ergeben sich dann Chancen, die als Grundlage für Projektideen genutzt werden können.

Bis Februar muss das Konzept abgegeben werden. Rund 45 Bewerbungen werden insgesamt eingereicht, die Zuschläge bekommen rund 20 Regionen. „Innovative Ideen sind entscheidend“, so Wecker. Diese können in knapp zwei Wochen in Workshops zusammengetragen werden. Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag diente in erster Linie dazu, die Bürger zu motivieren, sich für ihre Region einzusetzen und sich für das Leader-Projekt zu begeistern. Weitere Infos zu Leader gibt es unter www.lenneschiene.de.

Die nächsten Termine für die Workshops zur Projektfindung:

- Land- und Forstwirtschaft, Natur, Tourismus: 25. November, 18.30 bis 21 Uhr, Finnentrop

- Bürgerschaftliches Engagement, Identität: 26. November, 18.30 bis 21 Uhr, Wiblingwerde

- Dorf. Stadt. Leben, 27. November, 18.30 bis 21 Uhr, Plettenberg

- Wirtschaft und Arbeit, 27. November 18.30 bis 21 Uhr, Iserlohn

Von Nathalie Kirsch

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