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Damit Pakete schneller ankommen: DHL-Zustellbasis geht bald in Betrieb

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Von: Volker Griese

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Noch türmen sich große Sand- und Schotterhaufen vor der neuen Zustellbasis der Post auf Rosmart. Die Inbetriebnahme rückt aber bereits in greifbare Nähe.
Noch türmen sich große Sand- und Schotterhaufen vor der neuen Zustellbasis der Post auf Rosmart. Die Inbetriebnahme rückt aber bereits in greifbare Nähe. © Griese, Volker

Das schlechte Wetter hat die Arbeiter auf der Baustelle für die neue Kombi-Zustellbasis des Deutschen Post/DHL im Gewerbegebiet Rosmart etwas zurückgeworfen. Der Bauherr, Deutsche Post AG, ist aber dennoch zufrieden und rechnet damit, dort bald einziehen zu können.

Altena - Seit Mitte September wird auf dem 11 500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen der Firma MN Kaltformteile und dem Hof Bredde an der Rosmarter Allee ein Ersatz für den Zustellstützpunkt in Werdohl und die Zustellbasis in Lüdenscheid gebaut. Nach umfangreichen Erdarbeiten, die notwendig waren, um den Höhenunterschied auf dem Grundstück auszugleichen, haben im Dezember die Hochbauarbeiten begonnen, also die Errichtung der Gebäude.

Mittlerweile ist schon sehr gut erkennbar, was in der Nachbarschaft von Industriebetrieben entsteht. Die leuchtendgelbe Fassade des Postgebäudes ist weithin sichtbar. Draußen arbeiten noch die Tiefbauer daran, die Zufahrt, Rangier- und Parkplätze herzurichten. Durch das schlechte Wetter der vergangenen Wochen seien sie etwas ins Hintertreffen geraten, verrät der Polier bei einem Besuch auf der Baustelle. Er geht aber davon aus, dass die Arbeiten in etwa zwei Wochen mit dem Asphaltieren der für den Fahrzeugverkehr vorgesehenen Flächen abgeschlossen werden können.

Ein Blick ins Innere der großen Halle offenbart, dass dort noch jede Arbeit zu erledigen ist. Bis dort einmal die Zusteller an ihren Arbeitsplätzen die Sendungen sortieren können, ist noch viel zu tun. Vor Mitte Mai dürften die dort noch anstehenden Bau- und Einrichtungsarbeiten nicht erledigt sein.

Dennoch ist man bei der Deutschen Post offenbar sehr zufrieden mit dem Arbneitsfortschritt. „Trotz herausfordernder Wetterverhältnisse während der Tief- und der Hochbauphase, gibt es keine bedeutsamen Verzögerungen“, teilte Jessica Balleer, Pressesprecherin der Deutsche Post/DHL-Group in Düsseldorf, auf Nachfrage mit. „Zum Spatenstich im September 2021 haben wir uns auf einen Einzug im Frühsommer eingestellt. Dies werden wir aller Voraussicht nach einhalten können.“

Im Oktober hatte Balleer eine Fertigstellung der Zustellbasis bis Ende April und einen Einzug Ende Mai in Aussicht gestellt. Jetzt spricht sie von einer Schlüsselübergabe durch die Baufirma in der zweiten Maiwoche und einem Einzug durch das Zustellteam und die Inbetriebnahme im Juni. Bei Baumaßnahmen dieser Dimension muss man mit Verzögerungen von wenigen Wochen aber wohl zufrieden sein.

Eine interne coronakonforme Einweihungsfeier sei nach einem Umzug in einen neuen Standort bei Deutsche Post/DHL die Regel, erklärte Balleer auf Nachfrage. Auch eine Eröffnungszeremonie werde es noch geben, „sollte das Pandemiegeschehen dies zulassen“, sagte sie.

Zwischenfall beim Bau

Zu einer Störung im Bau-Ablauf kam es 11. Januar auf der Baustelle für die neue Kombi-Zustellbasis von DHL. Am frühen Morgen kippte ein Baukran auf der Baustelle zwischen der Firma MN Kaltformteile und dem Hof Bredde um. „Glücklicherweise hat niemand Schaden genommen“, sagte damals Pressesprecherin Balleer auf Anfrage unserer Zeitung. Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar. Unsicher war seinerzeit auch, ob sich der Vorfall auf den Zeitplan für die Fertigstellung auswirken würde. Bis zum 11. Januar hatte das Bauvorhaben von DHL trotz eines extrem ehrgeizigen Zeitplans und „trotz herausfordernder Wetterverhältnisse in den vergangenen Wochen sehr gut im Zeitplan“ gelegen, so Balleer. Inzwischen ist klar, dass es nur eine geringfügige Verzögerung geben wird.

Der Neubau auf Rosmart ist eine sogenannte Kombi-Zustellbasisi. Das bedeutet, dass dort Brief-, Verbund- und Paketzustellung unter einem Dach abgewickelt werden. Von Rosmart aus sollen zukünftig die Haushalte von Werdohl mit Briefen und Paketen versorgt werden. Auch die Gemeinde Herscheid, deren Haushalte ihre Briefe und Pakete derzeit aus Plettenberg erhalten, wird zukünftig von Rosmart aus mit Briefen und Paketen beliefert. Zudem ziehen die Paketzustellerinnen und -zusteller aus Lüdenscheid in den Neubau, nicht jedoch die Lüdenscheider Briefzusteller.*

Wieviele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau demnächst ihren Arbeitsplatz im Neubau an der Rosmarter Allee haben werden, konnte Pressesprecherin Balleer noch nicht sagen. Das sei erst möglich, „wenn die internen Planungen abgeschlossen sind“, teilte sie mit. Arbeitsplätze gingen allerdings nicht verloren, versicherte sie: „Im Gegenteil: Der Neubau auf Rosmart ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Deutsche Post DHL in die Region investiert.“ Aufgrund steigender Sendungsmengen im Paketbereich benötige das Logistikunternehmen mehr Platz und mehr Kapazitäten. Zudem bewegen den Konzern das Nachhaltigkeitsziel, alle auf die Logistik bezogenen Emissionen bis 2050 auf null zu reduzieren.

Die A45-Sperrung bereitet der Deutschen Post/DHL übrigens keine besonders großen Sorgen, obwohl ja die Sendungen, die von Rosmart aus verteilt werden sollen, zunächst aus dem Brief- und Paketzentrum Hagen herbeigeschafft werden müssen. „Wir haben die Abfahrtszeiten für die betroffenen Strecken angepasst, sodass der Logistikprozess uneingeschränkt funktioniert“, sagte Jessica Balleer.

* In einer früheren Version hieß es fälschlicherweise, dass die Lüdenscheider Paketzusteller nicht nach Rosmart ziehen. Wir haben diese Textpassage korrigiert.

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