Bundestagswahl 2021

Impfpriorität für Wahlhelfer: Stadt im MK wird überrannt

Auch bei der Bundestagswahl im September werden in den heimischen Kommunen wieder Wahlhelfer gebraucht. Wer dieses Amt übernimmt, rückt bei den Corona-Schutzimpfungen in die Priorisierungsgruppe drei.
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Auch bei der Bundestagswahl im September werden in den heimischen Kommunen wieder Wahlhelfer gebraucht. Wer dieses Amt übernimmt, rückt bei den Corona-Schutzimpfungen in die Priorisierungsgruppe drei.

„Wir werden überrannt“: So viele Wahlhelferhaben sich in einer Stadt im MK noch nie gemeldet. Wer dieses Amt übernimmt, rückt bei den Corona-Schutzimpfungen in die Priorisierungsgruppe drei.

 „Wir werden von Anrufern überrannt, die sich als Wahlhelfer zur Verfügung stellen wollen“, erklärt Tanja Jäker. Sie ist im Rathaus der Stadt Altena für den Ablauf und die Organisation der Bundestagswahl am 26. September zuständig und hat festgestellt, dass sich zahlreiche Bürger durch die Annahme des Ehrenamtes eine frühzeitige Corona-Schutzimpfung erhoffen.

Viele Menschen aus Altena und Nachrodt-Wiblingwerde brennen darauf, möglichst schnell immunisiert zu werden. Doch noch gibt es eine Impfpriorisierung, die voraussichtlich im Juni von der Bundesregierung aufgehoben werden soll. Bis es soweit ist, werden die Menschen in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die Impfreihenfolge in vier Gruppen eingeteilt. Wahlhelfern hat die Bundesregierung nun allerdings den Aufstieg in die Priorisierungsgruppe 3 versprochen.

„Einige angerufen, die bisher nicht unbedingt helfen wollten“

Das führt augenscheinlich bei vielen Altenaern zu der Überlegung, sich freiwillig für das Ehrenamt zu melden. „Unter den Anrufern sind natürlich auch Personen, die regelmäßig im Einsatz sind. Aber es haben auch einige angerufen, die bisher nicht unbedingt helfen wollten“, stellt Tanja Jäker fest.

Tanja Jäker organisiert die Wahl im Rathaus.

Aufgrund der vielen Nachfragen habe sie sich im Impfzentrum erkundigt, wie mit der Terminvergabe für Wahlhelfer verfahren werden soll. „Dort wusste man aber noch nichts. Es gibt wohl noch keine Informationen von offizieller Seite“, berichtet die Verwaltungsfachangestellte.

Wahlhelfer erhalten bald Briefe

Aus diesem Grund seien die Wahlhelfer auch noch nicht einberufen worden. „Wir wollten die entsprechenden Informationen dem Schreiben eigentlich sofort beifügen.“ Da das nun zeitnah nicht möglich sei, werde man die Wahlhelfer zunächst ohne entsprechende Hinweise einberufen, um sie dann später nachträglich zu informieren. Jäker: „Die Briefe gehen in der nächsten oder übernächsten Woche raus.“ In Altena würden bei 16 Wahlbezirken und sechs Briefwahlbezirken mindestens 132 Helfer für die Bundestagswahl benötigt.

Denise Alexius koordiniert die Wahlen in Nachrodt.

Denise Alexius ist für die Vorbereitung der Bundestagswahl in Nachrodt-Wiblingwerde zuständig. „Bei uns gibt es noch keine Wahlhelfer-Anfragen“, berichtet sie. Es hätten sich zwar schon einige Bürger für das Ehrenamt zur Verfügung gestellt, doch das sei schon vor längerer Zeit passiert.

Nachrodt braucht 63 Wahlhelfer

„Und es sind diejenigen, die immer helfen.“ Sollte es Wahlhelfer-Anfragen von Neuligen im direkten Zusammenhang mit der Impfpriorisierung geben, sehe sie diese auch durchaus skeptisch: „Wir möchten uns schließlich auf Wahlhelfer verlassen, die uns auch wirklich unterstützen wollen, und nicht nur eine Impfung abgreifen wollen.“

In Nachrodt-Wiblingwerde würden ohnehin nur 63 Ehrenamtler für den 26. September gebraucht. Eilig hat es Denise Alexius damit nicht. „Wir haben zum Glück keine Probleme damit, Wahlhelfer zu finden. Die Schreiben werden aber auf jeden Fall vor den Sommerferien rausgehen.“

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